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Großeinsatz

Polizei räumt illegales Protest-Camp in St. Marx (VIDEO+FOTOS)

Polizei räumt illegales Protest-Camp in St. Marx (VIDEO+FOTOS)
FOTO: St. Marx für Alle
3 Min. Lesezeit |

Auf dem Areal in Wien-St. Marx, das als künftiger Standort der Wien Holding Eventarena vorgesehen ist, läuft seit den Morgenstunden ein Polizeieinsatz. „Seit 8.00 Uhr kommt es aufgrund einer nicht ordnungsgemäß angezeigten Versammlung zu einem Polizeieinsatz“, teilte die Polizei mit. Gegen 11.30 Uhr waren laut Behördenangaben rund 20 Personen vor Ort, wobei ein weiterer Zulauf nicht ausgeschlossen wurde.

Aktivistinnen und Aktivisten richten sich mit ihrem Protest gegen das geplante Bauprojekt, die Zahl der Anwesenden stieg im Laufe des Vormittags weiter an. Die Stadt Wien beabsichtigt, das Gelände in absehbarer Zeit einzuzäunen.

Geplante Eventarena

Auf der Fläche soll eine multifunktionale Veranstaltungshalle entstehen, die Konzerte, Sportevents und Messen beherbergen soll – mit bis zu 150 Veranstaltungen jährlich. Der geplante Standort liegt unmittelbar neben der Marx Halle. Das Gelände selbst wurde über Jahre hinweg nicht dauerhaft, sondern lediglich temporär genutzt, unter anderem als Zirkusstandort.

Bis Ende 2024 war die Fläche offiziell für Zwischennutzungen wie einen Skatepark oder einen Basketballplatz freigegeben. Die Wien Holding hielt stets fest, dass es sich dabei ausschließlich um eine vorübergehende Lösung gehandelt habe.

Widerstand & Kritik

Das Vorhaben stößt auf Widerstand. In einem Statement sprechen Demonstrierende vom „Abriss jahrelanger selbstverwalteter Kulturorte“, die als niederschwellige Treffpunkte gedient hätten. Auch Greenpeace meldete sich kritisch zu Wort und fordert an diesem Standort stattdessen die Schaffung von mehr Grünraum.

Die Stadt Wien bekräftigt unterdessen, dass die geplante Wien Holding-Arena weiterhin im Mittelpunkt der Überlegungen stehe, wenngleich die Umsetzung noch verhandelt werde. Bis zu einer endgültigen Entscheidung soll das Areal unter anderem als Bau- und Logistikfläche für das Life Science Center Vienna sowie für Veranstaltungszwecke zur Verfügung stehen.

In den kommenden Wochen sind die Einzäunung des Geländes, die Beseitigung von Müll sowie der Rückbau bestehender Aufbauten vorgesehen. Ergänzend dazu sollen bautechnische Prüfungen durchgeführt werden. Für den Großteil der bisherigen Zwischennutzerinnen und -nutzer seien bereits Ausweichflächen gefunden worden.

Als Begründung für die Maßnahmen verweist die Stadt auf den Zustand des Areals: „Seit vergangenem Jahr ist der Handlungsbedarf kontinuierlich gestiegen. Immer wieder nutzen Unbefugte das Gelände für nicht genehmigte Veranstaltungen, gleichzeitig kommt es zu illegalen Müllablagerungen.“

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KO KOSMO-Redaktion
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