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Gewalttat

Klinge im Kopf – Mann scrollt weiter auf seinem Handy

Klinge im Kopf – Mann scrollt weiter auf seinem Handy
Foto: Screenshot X Catch Up
2 Min. Lesezeit |

Eine Klinge im Kopf – und der Mann scrollt einfach weiter. Was in Mumbai passierte, lässt selbst Ärzte fassungslos zurück.

Auf den ersten Blick wirkte die Szene wie eine Filmaufnahme – zu absurd, zu grotesk, um wahr zu sein. Doch die Passanten, die an jenem Samstagmorgen auf den Straßen Mumbais standen und ungläubig auf ihr Handy starrten oder einfach erstarrt stehen blieben, sahen kein Filmset. Sie sahen einen jungen Mann, der seelenruhig auf seinem Smartphone scrollte – mit einer riesigen Klinge im Schädel.

Der Mann, der nur unter dem Namen Isma bekannt ist, war in den frühen Morgenstunden des Samstags Opfer eines brutalen Angriffs geworden. Unbekannte hatten ihn mit einem sogenannten „Koita“ attackiert – einer gefährlichen Hakenklinge, die im indischen Alltag zum Öffnen von Kokosnüssen oder zum Roden von Gestrüpp eingesetzt wird, in den Händen von Kriminellen jedoch zu einer tödlichen Waffe werden kann. Die Klinge blieb stecken. Im Kopf des Opfers.

Notoperation in Mumbai

Als Isma schließlich in ein Krankenhaus in Mumbai eingeliefert wurde, trauten die behandelnden Ärzte kaum ihren Augen: Der Patient war bei vollem Bewusstsein, ansprechbar – und zeigte keinerlei Anzeichen eines Hirnschadens. Spätere Untersuchungen offenbarten das ganze Ausmaß der Verletzung: Die schwere Metallklinge war fast vier Zentimeter tief in sein Gehirn eingedrungen.

Ein Neurochirurgenteam unter der Leitung von Dr. Batuk Diora übernahm sofort. Was folgte, war ein Wettlauf gegen die Zeit. In einer aufwendigen Notoperation gelang es den Chirurgen schließlich, die Waffe aus dem Schädel des Mannes zu entfernen, während dieser unter Vollnarkose lag. Die Operation verlief erfolgreich. Isma wird seither auf einer Intensivstation überwacht – sein Zustand ist stabil und bessert sich nach Angaben der Verantwortlichen von Tag zu Tag.

Koita-Gangs

Das „Koita“ ist in Indien keine unbekannte Waffe. Die Klingen können bis zu zwei Meter lang werden und sind vor allem aus südindischen Actionfilmen bekannt, wo sie bei dramatischen Kampfszenen zum Einsatz kommen. Abseits der Leinwand haben sogenannte Koita-Gangs jedoch einen weit düstereren Ruf – sie gelten als reale Bedrohung auf den Straßen des Bundesstaates Maharashtra und terrorisieren die Bevölkerung seit Jahren.

Die Polizei fahndet unterdessen weiter nach den Tätern, die Isma nur knapp dem Tod entkommen ließen.

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KO KOSMO-Redaktion
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