Offenbar kehrt Nordmazedonien im Jahr 2027 zum Eurovision Song Contest zurück. Bestätigt wurde dies von Zoran Ristoski, dem Generaldirektor des mazedonischen Rundfunks MRT, im Zuge einer öffentlichen Sitzung des Programmrats. An dem Treffen waren unter anderem Vertreter von Gewerkschaften, Medienverbänden und weiteren Institutionen anwesend.
Zuletzt hatte das Land 2022 am ESC teilgenommen. Andrea Koevska vertrat Nordmazedonien damals mit dem Song „Circles“ – nachdem sie sich im nationalen Vorentscheid „Za Evrosong 2022″ durchgesetzt hatte. In Turin reichte es für sie jedoch nicht für den Einzug ins Finale. Das historisch beste Abschneiden des Landes beim Wettbewerb gelang 2019 Tamara Todevska: Mit „Proud“ belegte sie den siebten Platz, nachdem sie zuvor das Jury-Voting für sich entschieden hatte.
Rückkehr nach Basel
Ristoski zufolge fanden zuletzt Gespräche mit der Europäischen Rundfunkunion statt. Auf Basis dieser Gespräche könne er nun bestätigen, dass Nordmazedonien im nächsten Jahr wieder am ESC teilnehmen und einen Act nach Bulgarien entsenden werde. Darüber hinaus unterstütze die EBU den Sender derzeit verstärkt bei der Förderung mazedonischer Kultur und Inhalte. Zugleich verbinde MRT mit der Rückkehr offenbar auch die Hoffnung auf verbesserte finanzielle Rahmenbedingungen.
Ristoski kündigte überdies an, dass die künftigen Auswahlverfahren transparenter gestaltet werden sollen. Als konkretes Beispiel verwies er auf die bereits angekündigte öffentliche Präsentation des Beitrags für den Junior Eurovision Song Contest 2026.
Auf diese Weise solle die Auswahl von Interpreten und Songs für die Öffentlichkeit künftig besser nachvollziehbar werden.