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Entscheidung

Britischer Premier Keir Starmer verkündet Rücktritt

Britischer Premier Keir Starmer verkündet Rücktritt
FOTO: Screenshot
2 Min. Lesezeit |

Der britische Premierminister Keir Starmer hat vor der Downing Street seinen Rücktritt angekündigt. Der Schritt folgt auf massiven parteiinternen Druck innerhalb der Labour Party und monatelange Kritik an seiner Regierung.

Bereits im Vorfeld hatten mehrere internationale Medien berichtet, dass Starmer eine Erklärung zu seiner politischen Zukunft abgeben werde; vor der Downing Street war ein Rednerpult aufgebaut worden.

Auslöser der jüngsten Krise war unter anderem der politische Aufstieg von Andy Burnham, der nach einer Nachwahl wieder ins Parlament einzog und als möglicher Nachfolger Starmer gilt. Laut britischen Medien soll Burnham breite Unterstützung innerhalb der Labour-Fraktion haben. Auch die Finanzmärkte reagierten nervös: Das britische Pfund gab angesichts der politischen Unsicherheit nach.

Pressekonferenz mit Hintergrundmusik

Der britische Premierminister Keir Starmer hat vor der Downing Street seinen Rücktritt als Vorsitzender der Labour Party angekündigt. Er werde zunächst als Parteichef zurücktreten und nach der Sommerpause einen geordneten Übergang an die neue Labour-Führung ermöglichen. Damit beginnt in Großbritannien erneut eine Phase politischer Unsicherheit: Starmer war erst 2024 nach 14 Jahren konservativer Regierung an die Macht gekommen.

In seiner Rede verteidigte Starmer seine Bilanz und verwies unter anderem darauf, dass die Löhne während seiner Amtszeit schneller gestiegen seien als die Inflation. Die Ansprache verlief jedoch ungewöhnlich: Im Hintergrund war zeitweise sehr laute Musik zu hören. Grund dafür war der bekannte Anti-Brexit-Aktivist Steve Bray, der Beethovens 9. Sinfonie spielte – jene Melodie, die auch als Hymne der Europäischen Union bekannt ist.

Emotional wurde Starmer am Ende seiner Rede, als er über seine Ehefrau Victoria, die er als seinen „Fels in der Brandung“ bezeichnete, und seine Kinder sprach. Kurz darauf umarmte ihn Victoria vor der Downing Street innig. Starmer ist bereits der sechste britische Premierminister seit dem Brexit-Referendum – nach David Cameron, Theresa May, Boris Johnson, Liz Truss und Rishi Sunak. Morgen jährt sich das EU-Referendum zum zehnten Mal.

Sinkende Beliebtheit

Starmer war erst nach dem deutlichen Labour-Wahlsieg 2024 Premierminister geworden. Seine Amtszeit stand zuletzt jedoch unter zunehmendem Druck: schwache Umfragewerte, wirtschaftliche Probleme, Streit innerhalb der Partei und Kritik an mehreren politischen Entscheidungen hatten seine Position deutlich geschwächt. Für Großbritannien bedeutet der Rücktritt die nächste große politische Zäsur — und für Labour beginnt nun der Kampf um die Nachfolge.

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