Slowenien rüstet auf: 3.000 Luft-Boden-Raketen sollen die Streitkräfte des Landes ab 2028 deutlich schlagkräftiger machen.
Slowenien plant den Ankauf von insgesamt 3.000 Luft-Boden-Raketen für seine Streitkräfte. Das gab das slowenische Verteidigungsministerium in Ljubljana bekannt. Die Lieferung ist in zwei gleichgroße Tranchen aufgeteilt: 1.500 Raketen sollen im Jahr 2028 übergeben werden, die restlichen 1.500 folgen ein Jahr später. Die dafür erforderlichen Mittel sind den Angaben zufolge bereits in den Finanzplänen der slowenischen Streitkräfte für beide Haushaltsjahre eingeplant.
Einsatz & Ausbildung
Laut Verteidigungsministerium weisen die vorgesehenen Raketen eine Reichweite von bis zu 3.000 Metern auf. Bei den ausgeschriebenen Waffen handelt es sich um 2,75-Zoll-Luft-Boden-Raketen. Ihr primärer Einsatzzweck liegt in der direkten Feuerunterstützung slowenischer Bodentruppen sowie verbündeter Einheiten. Darüber hinaus sollen die Raketen in der Ausbildung von Piloten und sogenannten Joint Terminal Attack Controllern Verwendung finden – Spezialisten, die die Koordination von Luftunterstützung für Einheiten am Boden übernehmen.
Offenes Vergabeverfahren
Der endgültige Kaufpreis für die 3.000 Raketen steht noch nicht fest, da das öffentliche Vergabeverfahren noch läuft. Die Frist zur Angebotsabgabe wurde nach einem entsprechenden Antrag eines potenziellen Bieters bis zum 2. September verlängert. Das Verteidigungsministerium hält ausdrücklich fest, dass die geplante Beschaffung nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit der NATO-Vorgabe steht, die Verteidigungsausgaben auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts anzuheben.
Es handle sich vielmehr um eine reguläre Auffrischung und Erweiterung der bestehenden Munitionsbestände, mit der sowohl die Einsatzbereitschaft als auch die Ausbildungskapazitäten der slowenischen Armee langfristig abgesichert werden sollen.