Ein iranischer Sender zeigt, wo Barron Trump studiert – und setzt ein Kopfgeld auf ihn aus. Der Fall alarmiert internationale Medien.
Ein iranischer Staatsfernsehsender hat offenbar ein Video ausgestrahlt, das die regelmäßigen Aufenthaltsorte von Barron Trump, dem 20-jährigen Sohn von US-Präsident Donald Trump, detailliert beschreibt und ein Kopfgeld von zehn Millionen US-Dollar auf ihn auslobt. Der betreffende Sender „Channel 3″ sendete den knapp dreiminütigen Clip unter dem Titel „Wo soll man Barron Trump umbringen?“. Das Video ist seither nicht nur auf verschiedenen sozialen Plattformen abrufbar, sondern auch auf der Website des iranischen Instituts zur Verbreitung von Informationen über religiöse Angelegenheiten.
Detaillierte Überwachung
Der mutmaßlich mit Künstlicher Intelligenz produzierte Clip schildert unter anderem den Weg, den Barron Trump regelmäßig zu seiner Universität in Washington zurücklegt. Gleichzeitig wird darin auf die permanente Präsenz von Secret-Service-Agenten hingewiesen, die als Studenten getarnt seinen Schutz gewährleisten. Der Sprecher des Videos hält fest: „Auf dem Campus ist er niemals allein, nicht einmal für eine Sekunde.“
Der Zugang zum Studentenwohnheim sei laut dem Video auf die „Oberschicht“ der Studierenden beschränkt. Als „ersten Schritt“, um die „physische Distanz“ zu Barron Trump zu verringern, empfiehlt das Video, Kontakt zu eben diesen Studenten herzustellen. Und obwohl Barron Trump seine Handynummer nach eigenen Angaben im Video niemandem weitergebe – nicht einmal engen Freunden –, hält der Sprecher fest: „Niemand kann vollständig im Schatten leben.“
Inhalt 1:
Darüber hinaus behauptet das Video, Online-Konten Barron Trumps auf Plattformen wie Discord und im Videospiel FIFA identifiziert zu haben. Auch ein namentlich genannter Freund Trumps wird in diesem Zusammenhang erwähnt. Abgeschlossen wird der Clip mit dem Satz: „Millionen FIFA-Spieler gegen Trump warten darauf, von uns einen Preis von zehn Millionen Dollar zu erhalten.“
Frühere Drohungen
Über das Video berichteten mehrere internationale Medien, darunter die „Jerusalem Post“. Ob der Clip tatsächlich im staatlichen Auftrag produziert wurde, ist bislang nicht geklärt. Erstmals öffentlich gemacht hatte den Inhalt der iranische Exil-Journalist Niyak Ghorbani auf der Plattform X.
Inhalt 2:
Es ist nicht das erste Mal, dass aus dem Iran Drohungen gegen das unmittelbare Umfeld des US-Präsidenten laut werden: Bereits in der Vergangenheit war Ehefrau Melania Trump Ziel entsprechender Einschüchterungsversuche. In einem früheren Video war behauptet worden, man verfüge über „Informationen von mehreren anonymen Sicherheitsnetzwerken“.
Der US-Geheimdienst untersucht das iranische Video und gab an, auf alles zu reagieren, was als Bedrohung seiner Schutzpersonen wahrgenommen werden kann. Ein Sprecher des Secret Service sagte, die Behörde sei über das Video informiert und prüfe es.