Eine ungewöhnliche Diplomatin, eine belagerte Stadt, ein fragiles Abkommen – Melania Trump sorgt für eine überraschende Wendung im Kriegsgeschehen.
Melania Trump hat eine vorübergehende Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine für die Stadt Oleschky ausgehandelt, die am 29. Oktober in Kraft treten soll.
Die Vereinbarung zielt darauf ab, humanitäre Hilfslieferungen in die von russischen Truppen besetzte Stadt zu ermöglichen und gleichzeitig die Evakuierung von Zivilisten vorzubereiten. Die Versorgungslage in Oleschky hat sich zuletzt dramatisch zugespitzt.
In der Stadt, die am Dnipro gegenüber dem ukrainisch kontrollierten Cherson liegt, halten sich derzeit vorwiegend 1.700 bis 2.000 ältere Menschen sowie rund 50 Kinder auf. Nach der Sprengung des Kachowka-Staudamms wurden etwa 90 Prozent des Stadtgebiets überflutet. Melania Trump beschrieb die Situation in deutlichen Worten: „Die Lage in Oleschky ist katastrophal. Oleschky ist eine Frontstadt am Rande einer Katastrophe.“
Humanitärer Korridor
Das Weiße Haus erklärte dazu: „Beide Nationen haben vereinbart, alle militärischen Handlungen in Oleschky vorübergehend einzustellen, damit humanitäre Hilfe in die Stadt gelangen und die Evakuierung von Zivilisten über einen festgelegten sicheren Korridor vorbereitet werden kann.“ Der ukrainische Verhandlungsführer David Arakhamia bestätigte, dass der humanitäre Einsatz unmittelbar nach Inkrafttreten der Waffenruhe anlaufen werde.
Melania Trump setzt sich darüber hinaus für die Rückführung jener ukrainischen Kinder ein, die im Verlauf des Krieges verschleppt wurden. Sie betonte: „Bewohner, die ausreisen möchten, erhalten abgestimmte Unterstützung und werden an ihr gewünschtes Ziel gebracht.“
Diplomatischer Prozess
Der Kreml begrüßte die Einigung und würdigte ausdrücklich den Beitrag Melania Trumps. Die Vereinbarung sei das Ergebnis eines längeren diplomatischen Prozesses, an dem auch Papst Leo beteiligt gewesen sei. Russlands Präsident Wladimir Putin habe bereits im Vorfeld Gesprächsbereitschaft signalisiert.
Der rechtsgerichtete US-Sender Newsmax soll den humanitären Einsatz begleiten und dokumentieren. Der Beginn der Waffenruhe fällt in eine Phase, in der US-Präsident Donald Trump verstärkt Druck auf den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ausübt, einer umfassenderen Vereinbarung zuzustimmen.
Der vereinbarte humanitäre Korridor soll sowohl die Versorgung mit lebensnotwendigen Gütern als auch eine geordnete Evakuierung der Betroffenen ermöglichen.