Für November haben die Ermittler der Polizeidirektion West Brandenburg einen Massen-Gentest angesetzt. Rund 1.500 Frauen werden gebeten, freiwillig Speichelproben abzugeben. Die Entnahme erfolgt in der Zeppelin-Grundschule in Potsdam. Die Behörde setzt darauf, dass jede einzelne Probe dabei helfen kann, Frauen als mögliche Mutter des Säuglings auszuschließen und die Ermittlungen so Schritt für Schritt voranzubringen.
Victorias Fall
Der Fall reicht zurück in die Nacht vom 22. auf den 23. Dezember 2011: Ein Spaziergänger entdeckte damals in einem Garagenkomplex ein totes Neugeborenes, das in ein Handtuch gewickelt war und Spuren von Gewalt aufwies. Die Mordermittler gaben dem Mädchen den Namen Victoria. Obwohl seither bereits mehr als 2.000 Proben ausgewertet wurden, blieb der Fall bis heute ungeklärt.
Parallel zum Gentest werden Fahndungsplakate eingesetzt, um mögliche Zeugen auf den Fall aufmerksam zu machen. Wer Hinweise liefert, die zur Aufklärung beitragen, kann eine Belohnung von 10.000 Euro erhalten. Die Polizei appelliert an die Bevölkerung, die Ermittlungen durch ihre Mithilfe zu unterstützen.