Im Bezirk Amstetten ist eine 82-jährige Frau nach einer bestätigten Legionelleninfektion gestorben. Die Betroffene bewohnte eine Wohneinheit innerhalb einer Einrichtung für betreutes Wohnen und wurde im Landesklinikum Amstetten behandelt, wo sie schließlich verstarb. Die Bezirkshauptmannschaft Amstetten bestätigte den Todesfall am Dienstag.
Weiterhin untersucht wird die Infektionsquelle. Nach Angaben der Bezirkshauptmannschaft gilt derzeit mit hoher Wahrscheinlichkeit die eigene Wohneinheit der Frau als möglicher Ansteckungsort. Die Untersuchungen seien weitgehend abgeschlossen, konkrete Ergebnisse zur Quelle liegen allerdings noch nicht vor.
Ausbruch in Linz
Weitere Legionelleninfektionen sind im Bezirk Amstetten derzeit nicht bekannt. Auch die übrigen Wohneinheiten der betroffenen Einrichtung wurden laut Bezirkshauptmannschaft untersucht – ohne Auffälligkeiten. Unabhängig davon kam es in den vergangenen Wochen im Großraum Linz zu einem größeren Legionellenausbruch: Insgesamt wurden dort bisher 32 Erkrankungsfälle registriert, drei Betroffene starben.
Bei der Suche nach der Infektionsquelle verdichten sich die Hinweise auf einen Zusammenhang mit Kühlanlagen eines Unternehmens im Linzer Stadtgebiet. In einer Wasserprobe eines Kühlturms wurde Legionella pneumophila des Subtyps Allentown nachgewiesen; dieser Subtyp war zuvor auch bei mehreren epidemiologisch verbundenen Erkrankungsfällen festgestellt worden. Mittlerweile stimmt zudem ein Legionellenisolat aus einem Kühlturm genetisch mit einem Patientenisolat überein. Bei einer weiteren Kühlanlage eines Gewerbebetriebs im Raum Linz-Leonding wurden ebenfalls relevante Legionellen nachgewiesen; diese Anlage wurde stillgelegt und desinfiziert.
38 Fälle heuer in Niederösterreich
Legionelleninfektionen sind in Niederösterreich kein neues Phänomen. Im laufenden Jahr wurden bislang 38 Fälle erfasst, im Jahr 2025 waren es 74 und im Jahr 2024 insgesamt 63 gemeldete Erkrankungen.
Österreichweit registrierte die AGES im Vorjahr 419 Legionellenfälle.