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Diplomatie

Ungarn wirft russische Diplomaten raus – Putin droht mit Vergeltung

Ungarn wirft russische Diplomaten raus – Putin droht mit Vergeltung
FOTO: EPA
2 Min. Lesezeit |

Budapest schickt zehn russische Diplomaten nach Hause: Moskau droht mit einer Antwort, die „äußerst schmerzhaft“ sein soll.

Ungarn hat zehn Mitglieder der russischen diplomatischen Mission des Landes verwiesen. Die Entscheidung löste umgehend scharfe Reaktionen aus Moskau aus.

Außenministerin Anita Orban begründete den Schritt damit, dass die Aktivitäten der betroffenen Diplomaten mit den Grundsätzen der Wiener Konvention unvereinbar seien. „Diese Entscheidung schützt die Sicherheit und Souveränität Ungarns“, erklärte sie. Der Schritt gilt als deutliches Signal einer außenpolitischen Neuausrichtung unter Ministerpräsident Peter Magyar, dessen Vorgänger Viktor Orban über Jahre hinweg ein ausgesprochen enges Verhältnis zu Moskau gepflegt hatte.

Moskaus Drohungen

Das russische Außenministerium reagierte mit unverhüllten Drohungen. Die Antwort Moskaus werde „äußerst scharf und schmerzhaft für Ungarn sein“, hieß es laut der staatlichen Nachrichtenagentur RIA Novosti. Der russische Botschafter in Budapest wurde bereits offiziell über die Ausweisungen in Kenntnis gesetzt.

Magyar, dessen Partei Tisza bei den Parlamentswahlen am 12. April 2026 eine Zweidrittelmehrheit errang, hat sich seit seinem Amtsantritt klar gegen den national-populistischen Kurs seines Vorgängers positioniert. Die Ausweisung der Diplomaten steht exemplarisch für diesen Bruch – wenngleich Budapest betont, dass die diplomatischen Beziehungen zu Russland damit nicht vollständig abgebrochen werden.

Der Anspruch der neuen Regierung lautet, das Verhältnis zu Moskau künftig im Rahmen internationaler Konventionen zu gestalten.

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KO KOSMO-Redaktion
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