Eine Panoramastraße, ein Radfahrer bergab und ein Zusammenstoß, der tödlich endet. Die Spurensuche läuft.
Auf der Rossfeldpanoramastraße im Berchtesgadener Land ist ein 36-jähriger Radfahrer aus dem Salzburger Flachgau tödlich verunglückt. Der Unfall ereignete sich in unmittelbarer Nähe zur österreichischen Grenze.
Entdeckt wurde der Verletzte am Dienstagabend, kurz nach 20 Uhr, von einer Passantin – unweit der Mautstelle Nord auf der Panoramastraße. Der Mann wies schwere Verletzungen auf. Alle Bemühungen der Rettungskräfte blieben ohne Erfolg: „Trotz aller Rettungsversuche verstarb der Radfahrer noch an der Unfallstelle“, teilte die Polizeiinspektion Berchtesgaden mit.
Kollision mit Rotwild
Im Zuge der Spurensicherung stießen die Ermittler auf Hinweise, die auf einen Zusammenstoß mit Rotwild hindeuten. Augenzeugen des Vorfalls gibt es nach aktuellem Stand nicht – „bislang keine Unfallzeugen“, so die Polizeiinspektion Berchtesgaden. Den Ermittlern zufolge dürfte der Radfahrer zum Zeitpunkt des Unfalls bergab unterwegs gewesen sein, was das Ausmaß der Verletzungen erklären könnte.
Ein hinzugezogener Jäger suchte nach dem betreffenden Tier, blieb dabei jedoch erfolglos. Um die genaue Unfallursache zu rekonstruieren, wurde ein Sachverständiger beauftragt. Die grenznahe Lage des Unfallortes macht eine enge Abstimmung zwischen den zuständigen Behörden beider Länder erforderlich.
Beliebte Panoramaroute
Die Rossfeldpanoramastraße zieht als landschaftlich reizvolle Route in über 1.500 Metern Höhe jährlich zahlreiche Besucher aus Deutschland und Österreich an.
Die Strecke bietet weitreichende Panoramablicke, birgt jedoch – vor allem in der Dämmerung oder bei eingeschränkter Sicht – erhebliche Risiken für Verkehrsteilnehmer.