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ANPASSUNG

Ab April: 400.000 Wiener Haushalte müssen mehr Miete zahlen

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(FOTO: iStock)

Nur noch wenige Stunden bleiben, um eine Einigung zu erzielen. Sollte das nicht der Fall sein, so werden 400.000 Mieter in Wien ab 1. April mehr Miete zahlen müssen.

Jedes zweite Jahr werden die Richtwertmieten der Inflation angepasst. Letztes Jahr hat man Corona-bedingt darauf verzichtet, nun soll es mit 1. April heuer wieder so weit sein. 400.000 Haushalten in Wien droht eine deutliche Erhöhung der Mieten, da die Richtwertmieten um rund 6 Prozent und die Kategoriemieten um rund 5,5 Prozent angehoben werden sollen.

Altbau- & Gemeindewohnungen betroffen
Von der Anpassung sind sowohl Altbau- als auch Gemeindewohnungen betroffen. Die erste höhere Miete könnte bereits mit Mai anfallen. Eine Teuerung der Wohnkosten könnte für viele Haushalte eine schwere Belastung darstellen. Elke Hanel-Torsch, Vorsitzende der Mietervereinigung Wien, erklärt, dass man für eine Altbauwohnung in der Größe von 80 Quadratmeter in Zukunft pro Jahr 360 Euro und mehr bezahlen müsse.

Mindestens 6 Euro pro Quadratmeter
Fix ist, dass der Quadratmeter mit 1. April bei Erhöhung 6,16 Euro kosten wird. Dies ist jedoch nur die Untergrenze, da zu diesem Richtwert noch Zuschläge für die Wohnungslage, den Zustand, die Ausstattung und dergleichen kommt. Die maximale Zuschlagshöhe beträgt 12,21 Euro.

Abermalige Aussetzung gefordert
Auch wenn die Inflationsanpassung das von Corona gebeutelte Budget der Stadt Wien aufbessern würde, so fordern die SPÖ, FPÖ und einige Mietorganisationen, die Richtwerterhöhung auch dieses Jahr auszusetzen.

Insofern es bis Freitag zu keiner Sondersitzung im Nationalrat kommt, so tritt die Anpassung automatisch in Kraft. Zuständig für diesen Bereich ist das Justizministerium, aus welchem es bis dato noch keine Stellungnahme gab.

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