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Affäre wegen 10.000 verschenkten serbischen Flaggen: Woher kam das Geld?

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FOTO: Facebook / Goran Vesić

Die Stadt Belgrad hat zu Ostern an 10.000 BürgerInnen serbische Flaggen verschenkt.

In den Wohnblocks kamen die Geschenke, die der Vizebürgermeister Belgrads Goran Vesić den Leuten brachte, auch gut an: Die meisten BürgerInnen, die mit den Flaggen beschenkt wurden, hängte diese zu Ostern auf ihren Fenstern und Balkonen auf. Es hieß es sei ein „Geschenk der Stadt Belgrad im Namen des serbischen Präsidenten“, hieß es als die ersten Reporter sich über die Flaggen erkundigten.

Von wo kam das Geld?
Laut einem Bericht von „Radio Slobodna Evropa“ sollen mittlerweile mehrere Fragen offen sein, wer und wie und mit welchem Geld die 10.000 Flaggen besorgt hat. Die Stadt Belgrad antwortete auf eine Anfrage, dass die „Flaggen ein Geschenk an die Stadt“ gewesen seien, ohne darauf einzugehen von wem sie kamen. „Die Stadt Belgrad hat keine Flaggen eingekauft und hat auch nicht Mittel im Budget, die dafür vorgeshen wären“, hieß es in einer kurzen Stellungnahme der Stadt.

Viele Medien und Beobachter finden aber, dass die aufgetauchten Fragen rund um die Flaggen damit nicht beantwortet sind. Kritisiert wird vor allem, dass es keinen offiziellen Beschluss der Stadt Belgrad gibt, wie das normalerweise alleine schon vom Gesetz üblich ist. Nemanja Nenadić, Koordinator der Organisation „Transparentes Serbien“, sieht mehrere Unklarheiten in dem Ganzen – unter anderem die Frage, welche Rolle die serbische Regierung in der Aktion einnimmt. Die Flaggen wurden ja offiziell „im Namen des serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić verschenkt“.