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Klinik vor Gericht

Mit „Bauchgrippe“ nach Hause geschickt – am nächsten Tag Not-OP

Mit „Bauchgrippe“ nach Hause geschickt – am nächsten Tag Not-OP
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2 Min. Lesezeit |

Mit „Bauchgrippe“ nach Hause geschickt, am nächsten Tag die Notoperation: Eine Tirolerin erhebt schwere Vorwürfe gegen die Klinik Innsbruck und zieht vor Gericht.

Eine 33-jährige Tirolerin hat schwere Vorwürfe gegen die Klinik Innsbruck erhoben. Die Mutter von zwei Kindern war im Mai des Vorjahres mit heftigen Bauchschmerzen in die Innsbrucker Klinik eingeliefert worden. Dort wurde zunächst eine Gastroenteritis, umgangssprachlich Bauchgrippe, diagnostiziert und die Patientin wieder entlassen. Am folgenden Tag musste sie erneut in die Klinik.

Drei Monate nach der Geburt ihres zweiten Kindes hatte die Tirolerin mit extremen Bauchschmerzen zu kämpfen. Trotz ihres Wunsches nach einer bildgebenden Untersuchung wurde sie zunächst mit der Diagnose Bauchgrippe entlassen. Als sie am nächsten Tag erneut in die Klinik kam, musste sie notoperiert werden: Der Blinddarm war bereits durchgebrochen. Anschließend blieb die Frau mehrere Tage stationär im Krankenhaus.

Vorwurf einer Fehldiagnose

Die Patientin schildert, was ihr der Arzt bei der ersten Untersuchung mitgeteilt hatte: „Der Arzt hat gemeint, meine Symptome und die Entzündungswerte würden keinen Ultraschall indizieren.“ Die Klinik Innsbruck weist die Vorwürfe zurück und verweist darauf, dass sich ein Blinddarmdurchbruch mitunter sehr rasch entwickeln könne.

Der behandelnde Arzt betont, die Untersuchung ordnungsgemäß durchgeführt zu haben: „Das Wahrscheinlichste für mich war eine Gastroenteritis (Magen-Darm-Entzündung).“ Auch ein Oberarzt hatte die ursprüngliche Diagnose und das weitere Vorgehen mitgetragen.

Gutachten soll Klarheit bringen

Ein medizinisches Gutachten soll nun klären, ob bei der ersten Behandlung ein medizinischer Fehler vorlag. Der Fall beschäftigt inzwischen die Justiz in Innsbruck.

Für die Betroffene steht nicht die finanzielle Entschädigung im Vordergrund. Ihr geht es um etwas anderes: „Es geht darum, dass man sich ernst genommen fühlt und dass gründlich nachgeschaut wird.“

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KO KOSMO-Redaktion
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