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Einbruchswelle

Einbrecher ändern ihre Taktik: Diese Bereiche sind jetzt besonders gefährdet

Einbrecher ändern ihre Taktik: Diese Bereiche sind jetzt besonders gefährdet
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Einbrecher nehmen in Österreich zunehmend Keller und Garagen ins Visier – und dafür gibt es einen klaren Grund.

Einbrecher haben ihre Aktivitäten in Österreich zunehmend auf Keller und Garagen verlagert. Das belegen aktuelle Zahlen und Sicherheitsanalysen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV).

Einer aktuellen KFV-Befragung zufolge war in den vergangenen zwölf Monaten neun Prozent der österreichischen Haushalte von einem Einbruch oder Einbruchsversuch betroffen. In 41 Prozent dieser Fälle waren Keller beziehungsweise Garagen betroffen, bei elf Prozent Kellerabteile in Mehrparteienhäusern. Wohnräume wurden in 40 Prozent der Fälle genannt; Mehrfachantworten waren möglich. Auch die polizeiliche Kriminalstatistik zeigt eine Verschiebung: 2025 sank die Zahl der angezeigten Wohnraumeinbrüche und -versuche um rund zwei Prozent auf 6.828 Fälle, während Kellereinbrüche um acht Prozent auf 10.139 Fälle zunahmen.

Täter meiden Wohnräume

Dass Täter Wohnräume zunehmend meiden, hat einen nachvollziehbaren Grund: Sie wollen jede direkte Begegnung mit Bewohnern ausschließen. Armin Kaltenegger, Leiter des Fachbereichs Eigentumsschutz im KFV, erklärt das Phänomen so: „Wie wir aus Täterbefragungen wissen, gibt es sogar Einbrecher, die überhaupt nicht in Wohnräume einbrechen, weil sie keinesfalls Menschen antreffen wollen und jede Konfrontation vermeiden.“

Hinzu kommt, dass gemeinschaftlich genutzte Kellerräume häufig weniger gut gesichert sind als Wohnbereiche und Täter dort ein geringeres Entdeckungsrisiko sehen. Kaltenegger rät deshalb ausdrücklich davon ab, wertvolle Gegenstände im Keller zu lagern. Kellerabteile sollten außerdem blickdicht gestaltet und mit hochwertigen Sicherheitsschlössern geschützt werden.

Wirksame Schutzmaßnahmen

Wer sein Kellerabteil wirksam schützen möchte, sollte auf mehrere Maßnahmen setzen. Kaltenegger empfiehlt vor allem: „Machen Sie Ihr Kellerabteil blickdicht, damit niemand sieht, was darin gelagert wird.“ Ergänzend dazu sollten hochwertige Schlösser eingesetzt werden.

Bewegungsmelder können dunkle Zugänge ausleuchten und potenziellen Tätern die unbemerkte Annäherung erschweren. Fahrräder und E-Bikes sollten auch im Keller mit hochwertigen Schlössern an fest verankerten Gegenständen gesichert werden; GPS-Tracker können im Fall eines Diebstahls die Wiederauffindung erleichtern. Bei längerer Abwesenheit empfiehlt das KFV zudem, jemanden regelmäßig nach dem Rechten sehen zu lassen und mit zeitgesteuerten Lichtquellen den Eindruck zu erwecken, dass das Haus bewohnt ist.

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KO KOSMO-Redaktion
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