Tagelang hielt ein Affe eine ganze Stadt in Atem – nun schnappt die Falle zu. Doch die Behörden warnen: Er war womöglich nicht allein.
In der indonesischen Stadt Tembilahan auf der Insel Sumatra ist es Tierfängern gelungen, einen Affen zu fassen, der tagelang die Bevölkerung in Angst versetzt hatte. Das Tier, ein ausgewachsener Langschwanzmakake, tappte in eine aufgestellte Falle – die Behörden bestätigten den Vorfall am Freitag. Aufnahmen zeigen das Tier lebendig, jedoch sichtlich gestresst hinter Käfiggittern.
Der gefangene Langschwanzmakake wurde nach Angaben der Behörden nach Pekanbaru gebracht, wo die Naturschutzbehörde sein Blut untersuchen und sein Verhalten beobachten will.
Ganze Bande verdächtig
Insgesamt wurden bei 19 Angriffen 18 Menschen verletzt, darunter auch Kinder. Die Opfer trugen Biss- und Kratzwunden davon. Den Ermittlungen zufolge könnte hinter den Übergriffen nicht nur ein einzelnes Tier stecken, sondern eine ganze Affenbande.
Die betroffenen Schulen in Tembilahan sollten nach Angaben der Behörden am Montag wieder öffnen, wenn die Lage als sicher eingestuft wird.
Langschwanzmakaken erreichen eine Körperlänge von 30 bis 70 Zentimetern.