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Vermögenspoker

Agententhriller in Brüssel? Prominente wollen russische Strabag-Aktien für die Ukraine nutzbar machen

Agententhriller in Brüssel? Prominente wollen russische Strabag-Aktien für die Ukraine nutzbar machen
(FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Eine hochkarätige Gruppe von Geschäftsleuten bemüht sich aktuell um die Freigabe von zwei Milliarden Euro an eingefrorenem russischen Firmenvermögen. Konkret geht es um einen 24,1-Prozent-Anteil am österreichischen Baukonzern Strabag, der ursprünglich der Rasperia-Holding zugeordnet wurde – einem Unternehmen mit Verbindungen zum sanktionierten russischen Oligarchen Oleg Deripaska.

Die Angelegenheit wird durch einen parallelen Anspruch der österreichischen Raiffeisen Bank International (RBI) auf dasselbe Aktienpaket verkompliziert. Ein russisches Gericht hatte der RBI im Vorjahr auferlegt, eine Kompensationszahlung von 2,1 Milliarden Euro an Rasperia zu leisten, wobei der Bank im Gegenzug die blockierten Strabag-Anteile zugesprochen wurden.

Hochkarätiges Konsortium

Das private Konsortium, das nun eine Lösung anstrebt, die auch der Ukraine Vorteile bringen soll, steht unter der Führung von Paul Polman, dem ehemaligen Unilever-Vorstandsvorsitzenden, dem britischen Lord Gregory Barker sowie dem schwedischen Private-Equity-Manager Reynir Indahl. Als strategische Berater fungieren der frühere Nato-Oberbefehlshaber Tod Wolters und Rob Bauer, der ehemalige Vorsitzende des Nato-Militärausschusses.

Politische Dimension

Was zunächst nach einem fiktiven Spionagedrama klingt, entfaltet sich tatsächlich auf dem realen politischen Parkett in Brüssel. Die Beteiligung dieser einflussreichen Persönlichkeiten unterstreicht die Bedeutung der Angelegenheit und dürfte die öffentliche Aufmerksamkeit steigern.

Nicht zuletzt durch die Verknüpfung bekannter Namen mit brisanten geopolitischen Zusammenhängen.