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AK-Test deckt auf: Nur drei von zwölf Gnocchi schadstofffrei

AK-Test deckt auf: Nur drei von zwölf Gnocchi schadstofffrei
FOTO: iStock/Liudmyla Chuhunova/AKOOE
2 Min. Lesezeit |

Schnell, praktisch – aber wie sauber? Ein AK-Test von Kühlregal-Gnocchi fördert Befunde zutage, die besonders Eltern aufhorchen lassen.

Fertig-Gnocchi aus dem Kühlregal sind für viele Haushalte eine praktische Alternative zur aufwendigen Eigenproduktion. Die Arbeiterkammer Oberösterreich hat diese Produkte nun einer genauen Überprüfung unterzogen – und die Befunde geben zumindest teilweise Anlass zur Skepsis.

Insgesamt zwölf Kühlregal-Gnocchi, darunter zwei Bio-Varianten, wurden von den Konsumentenschützern auf Pestizidrückstände sowie Schimmelpilzgifte analysiert. Bei sechs der zwölf Produkte wurden Pestizidrückstände nachgewiesen – die gemessenen Konzentrationen blieben jedoch deutlich unterhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte. Darüber hinaus fand sich das Schimmelpilzgift Deoxynivalenol (DON, ein Mykotoxin) in drei Proben, ebenfalls ohne Überschreitung der zulässigen Höchstmengen.

Chlorat im Fokus

Vier der untersuchten Produkte enthielten außerdem Chlorat, wobei es sich in drei Fällen nur um Spurenmengen handelte. Wie die AK erläutert, gelangt Chlorat typischerweise nicht über Pflanzenschutzmittel in Lebensmittel, sondern entsteht als Nebenprodukt beim Einsatz chlorhaltiger Reinigungs- und Desinfektionsmittel im Herstellungsprozess. Der Stoff kann die Jodaufnahme in der Schilddrüse hemmen und die Funktion roter Blutkörperchen beeinträchtigen.

Beim preisgünstigsten Produkt im Test wurde ein Chlorat-Gehalt von 0,40 Milligramm pro Kilogramm gemessen. Da Gnocchi zum überwiegenden Teil aus Kartoffeln bestehen, ergibt sich bei Umrechnung auf den Kartoffelanteil eine Belastung, die etwa das 13-Fache des für frische Kartoffeln geltenden Höchstwertes beträgt.

Kinder besonders betroffen

Trotz dieser Befunde sehen die Konsumentenschützer keinen unmittelbaren Handlungsbedarf: Wer Fertig-Gnocchi nur gelegentlich isst, geht nach aktuellem Kenntnisstand kein direktes Gesundheitsrisiko ein. Bei häufigem Konsum könnte allerdings das tolerierbare tägliche Aufnahmelimit einzelner Substanzen erreicht werden – ein Umstand, der laut AK Oberösterreich vor allem für Kinder relevant sein kann.

Lediglich drei der zwölf getesteten Produkte wiesen keinerlei nachweisbare Rückstände auf.

Die vollständigen Testergebnisse sind hier abrufbar.

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KO KOSMO-Redaktion
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