Ebola-Ausbruch trifft WM-Vorbereitung: Die DR Kongo steht vor einer ungewöhnlichen Hürde auf dem Weg nach Houston.
Angesichts des laufenden Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo verlangt die US-Regierung von der kongolesischen Fußball-Nationalmannschaft eine vollständige 21-tägige Quarantäne, bevor das Team zur FIFA-Weltmeisterschaft in die Vereinigten Staaten einreisen darf. Die Gesundheitslage im Land wird als hochriskant eingestuft. Andrew Giuliani, der WM-Beauftragte des Weißen Hauses, machte die Bedingungen am Freitag unmissverständlich klar: „Wir haben uns gegenüber dem Kongo sehr deutlich ausgedrückt: Sie müssen ihre Blase 21 Tage lang komplett einhalten, bevor sie nach Houston kommen können“, erklärte er gegenüber dem Fernsehsender ESPN.
Kongos WM-Programm
Houston ist als Basislager der kongolesischen Mannschaft vorgesehen, die damit zum zweiten Mal überhaupt an einer Weltmeisterschaft teilnimmt. Das Turnier wird in diesem Jahr vom 11. Juni bis 19. Juli gemeinsam von den USA, Mexiko und Kanada ausgetragen. Das erste Gruppenspiel der DR Kongo ist für den 17. Juni in Houston gegen Portugal angesetzt. Die weiteren Vorrundenpartien des Teams finden in Guadalajara sowie in Atlanta statt.
Gefährliche Ebola-Variante
In der DR Kongo breitet sich das Ebola-Virus derzeit rasch aus. Der aktuelle Ebola-Ausbruch mit Bundibugyo-Virus in der Demokratischen Republik Kongo begann laut WHO-Angaben mit einer ersten gemeldeten Fallgruppe in der Provinz Nord-Kivu Ende Februar 2025, wobei die Weltgesundheitsorganisation am 28. Februar 2025 offiziell über den Ausbruch informierte. Die Weltgesundheitsorganisation stuft das Risiko für die öffentliche Gesundheit als „sehr hoch“ ein. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus bestätigte am Freitag in Genf die anhaltend dynamische Ausbreitung des Virus und verwies auf inzwischen mehr als 700 Verdachtsfälle.
Bei dem aktuellen Ausbruch handelt es sich um die Bundibugyo-Variante des Ebola-Erregers, die erstmals im Jahr 2007 nachgewiesen wurde. Für diese seltene Variante existieren weder ein zugelassener Impfstoff noch eine gezielte Behandlungsmöglichkeit.
Die Sterblichkeitsrate liegt zwischen 30 und 50 Prozent.