Einbrecher meiden zunehmend den direkten Kontakt und haben dabei einen neuen Lieblingsort entdeckt.
In rund neun Prozent aller österreichischen Haushalte kam es im vergangenen Jahr zu einem vollendeten Einbruch oder zumindest einem Einbruchsversuch. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV). Besonders auffällig ist dabei die Verteilung der betroffenen Bereiche – 41 Prozent der Fälle entfielen auf Keller und Garagen, elf Prozent davon betrafen Kellerabteile in Mehrparteienhäusern.
Kellereinbrüche auf dem Vormarsch
Während die Zahl der Wohnungseinbrüche in den vergangenen Jahren zurückgegangen ist, hat jene der Kellereinbrüche deutlich zugenommen. So stark, dass Kellereinbrüche laut Kriminalstatistik inzwischen häufiger registriert werden als Einbrüche in Wohnräume. Diese Verschiebung ist vergleichsweise neu: Noch vor zehn Jahren war die Situation umgekehrt.
Als wesentlichen Grund nennt das KfV das Bestreben von Einbrechern, den direkten Kontakt mit Bewohnern zu umgehen und Konfrontationen konsequent aus dem Weg zu gehen.
Prävention im Fokus
Da die Aufklärungsquote bei Einbruchsdelikten vergleichsweise niedrig ist, rückt das KfV die Prävention in den Vordergrund. Empfohlen werden hochwertige Schlösser sowie konsequent versperrte Zugänge. Darüber hinaus sollten wertvolle Gegenstände wie Fahrräder oder E-Scooter nicht im Keller aufbewahrt werden.
Kellerabteile sollten weder von außen einsehbar sein noch ohne technische Sicherung auskommen – Bewegungsmelder, Alarmanlagen oder Videosysteme gelten als sinnvolle Ergänzung.
Zusätzlich werden regelmäßige Kontrollgänge im Kellerbereich empfohlen.