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Virus-Mutation

Tödliche Ebola-Variante breitet sich aus – WHO ruft zweithöchste Alarmstufe aus

Tödliche Ebola-Variante breitet sich aus – WHO ruft zweithöchste Alarmstufe aus
FOTO: EPA/STR
2 Min. Lesezeit |

Ein Virus ohne Impfstoff, über 80 Tote, zwei Länder betroffen – die WHO schlägt Alarm auf höchster Ebene.

Eine seltene Variante des Ebola-Virus breitet sich derzeit in Afrika aus – und die Weltgesundheitsorganisation reagiert mit der Ausrufung ihrer zweithöchsten Alarmstufe. Weder ein Impfstoff noch eine gezielte Therapie stehen gegen den Erreger zur Verfügung. Die WHO stufte den Ausbruch der sogenannten Bundibugyo-Variante in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda, bei dem bereits mehr als 80 Menschen ums Leben gekommen sind, am Sonntag als „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ ein. Die Voraussetzungen für die höchste Warnstufe – eine Pandemie – seien derzeit jedoch nicht erfüllt.

Nach Angaben der Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union (CDC) sind in der DR Kongo bislang 88 Menschen an einer mutmaßlichen Infektion mit der Bundibugyo-Variante gestorben; die Gesamtzahl der Verdachtsfälle liegt bei knapp 336. Die WHO warnte allerdings, dass die tatsächlichen Zahlen erheblich höher sein könnten. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen bezeichnete die Geschwindigkeit, mit der sich der Ausbruch ausweitet, als „äußerst besorgniserregend“ und kündigte eine „groß angelegte Hilfsaktion“ an.

Keine Behandlung verfügbar

Es gebe „weder einen Impfstoff noch eine spezifische Behandlung“ gegen den Bundibugyo-Stamm, erklärte der kongolesische Gesundheitsminister Samuel-Roger Kamba am Samstag. „Dieser Stamm weist eine sehr hohe Sterblichkeitsrate auf, die bis zu 50 Prozent betragen kann.“

Erstmals gemeldet wurde der aktuelle Ausbruch am Freitag in der von bewaffneten Konflikten geprägten Provinz Ituri im Nordosten der DR Kongo. Im Nachbarland Uganda kam zudem ein Mann ums Leben, bei dem ebenfalls die Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus nachgewiesen wurde.

Ebola zählt zu den gefährlichsten bekannten Infektionskrankheiten. Bei früheren Epidemien lag die Sterblichkeit unter Erkrankten zwischen 25 und 90 Prozent. Zu den typischen Krankheitszeichen gehören Fieber, Muskelschmerzen und Durchfall, in schweren Verläufen kommt es zu inneren Blutungen und schließlich zum Organversagen. Übertragen wird das Virus durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten infizierter Personen.

Trotz der Fortschritte, die in den vergangenen Jahrzehnten bei der Entwicklung von Impfstoffen und Behandlungsansätzen erzielt wurden, hat das hämorrhagische Fieber in Afrika innerhalb der letzten 50 Jahre schätzungsweise 15.000 Menschenleben gefordert.

Kongos Ebola-Geschichte

Der gegenwärtige Ausbruch ist bereits die 17. Ebola-Epidemie in der DR Kongo. Zuletzt war die Krankheit dort im vergangenen August aufgetreten und hatte 34 Todesopfer gefordert.

Der bislang schwerste Ausbruch in dem Land ereignete sich zwischen 2018 und 2020 – damals wurden rund 2.300 Todesfälle registriert.

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KO KOSMO-Redaktion
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