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Mobilitätswende

Grüne wollen Klimaticket verbessern – Angebot im Ausland soll ausgeweitet werden

Grüne wollen Klimaticket verbessern – Angebot im Ausland soll ausgeweitet werden
FOTO: iStock/Boarding1Now/One Mobility Ticketing GmbH
2 Min. Lesezeit |

Mit dem Klimaticket bis München, mit dem Deutschlandticket nach Salzburg – was utopisch klingt, rückt politisch näher.

Trotz eines spürbaren Rückgangs infolge deutlicher Preisanhebungen bleibt das Klimaticket in Österreich ein Erfolgsmodell. Rund 320.000 Menschen nutzen die österreichweite Variante, die zum Preis von 1.400 Euro Zugang zu sämtlichen Zügen, Bussen und weiteren öffentlichen Verkehrsmitteln bietet. In der Ostregion kommen zusätzlich rund 68.000 Fahrgäste mit einem regionalen VOR-Klimaticket hinzu.

Dass die Grenzen zwischen den Ländern im Sinne eines gemeinsamen Europas weiter an Bedeutung verlieren sollten, war das zentrale Anliegen des diesjährigen „Südschienentreffens“ – das heuer erstmals in Salzburg ausgetragen wurde. An dem traditionellen Treffen nahmen Grünen-Mobilitätssprecher aus dem Bundestag, dem Nationalrat sowie verschiedenen Landtagen Österreichs und Deutschlands teil.

Grenzüberschreitendes Ticketing

„Gerade in Grenzregionen wie Salzburg spielen länderübergreifende Öffi-Angebote eine wichtige Rolle“, so der GRÜNE Verkehrssprecher, Landtagsabgeordneter und Gastgeber Simon Heilig-Hofbauer. „Leider gibt es vor allem für Pendler:innen noch kaum praktikable grenzübergreifende Angebote. In Zeiten von Klimakrise und hohen Treibstoffpreisen braucht es hier endlich praxistaugliche Ticketing-Angebote.“

Der konkrete Vorschlag der versammelten Grünen-Politiker sieht vor, bereits bestehende Zeitkarten wechselseitig über die Staatsgrenze hinaus anzuerkennen. Das Deutschlandticket, das für monatlich 63 Euro bundesweit im Nahverkehr gilt, sollte demnach auch in angrenzenden Regionen Österreichs Gültigkeit besitzen – während das österreichische Klimaticket im Gegenzug in den südlichen Landkreisen Bayerns und Baden-Württembergs akzeptiert werden könnte.

Dass das Thema grenzüberschreitender Mobilität an Dynamik gewinnt, zeigt auch der jüngste Vorstoß der EU-Kommission für vereinfachte grenzüberschreitende Zugbuchungen im Fernverkehr. Allerdings entfallen 70 Prozent der Fahrgastbeförderungen auf den Nah- und Regionalverkehr. „Diese Verbindungen wollen wir in den Vordergrund rücken“, so die GRÜNEN Verkehrspolitiker aus Österreich und Deutschland.

Bestehende Pilotprojekte

Einzelne Pilotprojekte in diese Richtung existieren bereits. In Baden-Württemberg und der französischen Region Grand Est werden in den Sommerferien die jeweiligen Jugendtickets gegenseitig anerkannt. Auch in Salzburg laufen derzeit Arbeiten an gemeinsamen Verbundlösungen mit dem Berchtesgadener Land.

Mit dem Klimaticket ist die Fahrt derzeit grundsätzlich nur bis zur österreichischen Staatsgrenze möglich – wobei vielen Nutzern nicht bekannt ist, dass bestimmte Bahnhöfe im benachbarten Ausland bereits im Ticket inbegriffen sind. Das betrifft etwa Passau und Lindau in Deutschland, Tarvisio und Innichen in Italien sowie Sopron in Ungarn. Umgekehrt dürfen Inhaber eines Deutschlandtickets beispielsweise bis nach Salzburg oder Kufstein fahren.

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KO KOSMO-Redaktion
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