Apple wagt den Sprung ins Faltbare: Mit einem 7,8-Zoll-Display und Preisen bis 2500 Dollar könnte das erste klappbare iPhone die Smartphone-Welt aufmischen.
Apple treibt die Entwicklung eines faltbaren iPhone-Modells voran. Der renommierte Branchenanalyst Ming-Chi Kuo hat entsprechende Pläne bestätigt und beschreibt ein Konzept im Buchformat mit 7,8-Zoll-Innendisplay und 5,5-Zoll-Außenbildschirm. Die Preisgestaltung soll zwischen 2000 und 2500 US-Dollar liegen, was umgerechnet etwa 1700 bis 2120 Euro entspricht.
Statt der bekannten Face-ID-Technologie plant der Konzern offenbar einen seitlich integrierten Touch-ID-Sensor, wodurch Bauraum eingespart werden kann. Die Kameraausstattung umfasst voraussichtlich ein Dual-System auf der Rückseite sowie separate Frontkameras für den gefalteten und entfalteten Zustand.
Die aufwändige Displaytechnologie stellt besondere Anforderungen: Samsung Display hat bereits eine eigene Produktionslinie für die exklusiven OLED-Panels eingerichtet, um die Versorgung mit den speziellen faltbaren Bildschirmen zu gewährleisten.
Testproduktion bereits angelaufen
Nach Informationen von Nikkei Asia führt der Technologiekonzern bereits Gespräche mit taiwanischen Zulieferern über den Aufbau einer Testfertigungslinie. Diese Pilotproduktion soll die Optimierung der Herstellungsprozesse ermöglichen, bevor die Massenproduktion anläuft. Aktuelle Berichte bestätigen, dass die Testfertigung in Taiwan bereits gestartet wurde.
In der langfristigen Strategie plant Apple, die Produktionsstruktur nach Indien zu transferieren, um dort die Serienfertigung zu etablieren und gleichzeitig die China-Abhängigkeit zu reduzieren. Die finale Entscheidung steht allerdings noch aus. Begrenzte Flächenkapazitäten und Personalengpässe in Taiwan könnten die Umsetzung erschweren. Für den Testbetrieb wären schätzungsweise 1000 Mitarbeiter erforderlich.
Die Markteinführung ist für Herbst 2026 geplant, was dem Konzern ausreichend Zeit für die Perfektionierung der komplizierten Fertigungsprozesse bietet.
Wachstumsstrategie 2026
Branchenexperten rechnen damit, dass Apple im Jahr 2026 die Produktion auf rund 95 Millionen iPhones steigern will – ein Zuwachs von etwa zehn Prozent gegenüber dem aktuellen Jahr. Das Unternehmen erwartet offenbar, dass ein faltbares Modell als Zugpferd für die gesamte iPhone-Produktlinie fungieren könnte.
Mit einem Preis zwischen 2000 und 2500 US-Dollar würde das faltbare iPhone zu einem der teuersten Smartphones am Markt – eine Positionierung, die Apples Strategie im Premium-Segment weiter verschärfen könnte.
Einige iPhone-Besitzer signalisieren Bereitschaft, zu Konkurrenzprodukten von Samsung oder Google zu wechseln.
Am 9. September präsentierte Apple der Öffentlichkeit das iPhone Air sowie die Modelle iPhone 17, iPhone 17 Pro und iPhone 17 Pro Max.