Mit einem innovativen Zweit-Display auf der Rückseite und Silizium-Akkus mit enormer Kapazität setzt Xiaomi neue Maßstäbe bei seinen 17er-Flaggschiffen.
Xiaomi präsentierte nur einen Tag nach der Vorstellung seiner T-Serie bereits die nächste Generation seiner Spitzenmodelle für den chinesischen Markt. Die neuen Flaggschiffe Xiaomi 17 Pro und 17 Pro Max stechen besonders durch einen innovativen Zweit-Bildschirm auf der Rückseite hervor und überspringen dabei die 16er-Reihe komplett – offenbar um namentlich mit Apples iPhone-Serie gleichzuziehen.
Das auffälligste Merkmal der neuen Pro-Modelle ist zweifellos der rückseitige Bildschirm. Beim Xiaomi 17 Pro Max handelt es sich um ein 2,9-Zoll-LTPO-AMOLED-Display (energiesparende Display-Technologie) mit 120 Hz Bildwiederholrate, 3.500 nits Spitzenhelligkeit und einer Auflösung von 596 x 976 Pixeln. Die extreme Helligkeit zählt zu den aktuell höchsten bei Smartphone-Displays und wurde in unabhängigen Tests bestätigt. Die Pro-Variante verfügt über ein etwas kleineres 2,7-Zoll-Display auf der Rückseite.
Um den erhöhten Energiebedarf des zusätzlichen Bildschirms zu kompensieren, setzt Xiaomi auf neuartige Lithium-Silizium-Akkus mit beeindruckender Kapazität. Das 17 Pro Max verfügt über einen 7.500-mAh-Akku, während das Pro-Modell mit 6.300 mAh ausgestattet ist. Diese Si/C Li-ion-Batterien nutzen Silizium als Anodenmaterial, was eine höhere Energiedichte ermöglicht. Die innovative Silizium-Kohlenstoff-Technologie ermöglicht trotz der rekordverdächtigen Kapazität ein vergleichsweise schlankes Gehäuse. Beide Geräte unterstützen Schnellladen mit bis zu 100 Watt kabelgebunden und 50 Watt kabellos. Das umgekehrte kabellose Laden von Zubehör wie Kopfhörern funktioniert mit bis zu 22,5 Watt.
Technische Ausstattung
Bei den Hauptdisplays bietet das Xiaomi 17 Pro Max einen 6,9-Zoll-Bildschirm mit 120 Hz und 3.500 nits Spitzenhelligkeit, während das Pro-Modell mit identischen Spezifikationen, aber einer kompakteren 6,3-Zoll-Diagonale aufwartet. Angetrieben werden beide Geräte vom brandneuen Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5, gefertigt im 3-nm-Verfahren, ergänzt durch 12 oder 16 GB RAM je nach Konfiguration. Der Prozessor kommt erstmals in dieser Serie zum Einsatz und bietet erhebliche Leistungssteigerungen gegenüber der Vorgängergeneration.
Das Kamerasystem wurde erneut in Zusammenarbeit mit Leica entwickelt und besteht aus drei 50-Megapixel-Sensoren: einer Hauptkamera, einem Ultraweitwinkel und einem Periskop-Teleobjektiv mit 5-fachem optischem Zoom. Auch die Frontkamera löst mit 50 Megapixeln auf.
Für Gaming-Enthusiasten bietet Xiaomi ein spezielles Zubehör an: Eine Handyhülle mit Steuertasten verwandelt die Geräte in Kombination mit dem rückseitigen Display in eine Art modernen Game Boy. Der Zweit-Bildschirm dient jedoch nicht nur der Unterhaltung, sondern ermöglicht auch praktische Funktionen wie die Anzeige von Benachrichtigungen, Timer, Musiksteuerung und die Aufnahme von Selfies mit der leistungsstärkeren Hauptkamera.
Neben den Pro-Modellen stellte Xiaomi auch das Standardmodell Xiaomi 17 vor, das sich optisch deutlich von seinen Premium-Geschwistern unterscheidet. Es verzichtet auf den zweiten Bildschirm und setzt auf eine quadratische Kameraanordnung. Bei den technischen Spezifikationen gibt es jedoch kaum Unterschiede – sogar der Akku bietet mit 7.000 mAh eine ähnlich beeindruckende Kapazität. Das Display misst 6,3 Zoll in der Diagonale.
Markteinführung
Die neuen Xiaomi-Flaggschiffe wurden am 25. September 2025 in China vorgestellt und sind dort bereits verfügbar. Erfahrungsgemäß bringt der Hersteller seine Spitzenmodelle im Frühjahr auf den globalen Markt, typischerweise im Rahmen der Mobilfunkmesse MWC (Mobile World Congress) in Barcelona Ende Februar.
Offen bleibt, ob die internationalen Versionen ebenfalls mit den innovativen Silizium-Akkus ausgestattet sein werden oder ob Xiaomi für den europäischen Markt auf konventionelle Batterien mit geringerer Kapazität zurückgreifen wird.
Preislich liegen die neuen Modelle in China umgerechnet unter der 1.000-Dollar-Marke. Für den europäischen Markt ist jedoch mit deutlich höheren Preisen zu rechnen – das Vorjahres-Flaggschiff kostete hierzulande zum Marktstart 1.499 Euro, während das Standardmodell für 999 Euro erhältlich war.