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Rekordwetter

Aprilwetter: Bis zu 30 Grad möglich

Grillen
(Foto: iStock)

Mit Temperaturen, die selbst erfahrene Meteorologen staunen lassen, hat Österreich am Osterwochenende einen ersten Vorgeschmack auf die bevorstehenden warmen Monate erhalten. Historische Marken scheinen dabei nur die Spitze des Eisbergs zu sein, denn bereits der März überschritt jegliche vorangegangen Temperaturrekorde.

Die kürzlich erlebten Feiertage brachten ein Wetterphänomen, das vielerorts als vorverlegtes Sommergeschenk gewertet wurde. Mit einem beachtlichen Höchstwert von 28,5 Grad Celsius am Ostersonntag in Wien erlebten die Bürgerinnen und Bürger das wärmste Osterfest seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Diese Erwärmungstendenz ist jedoch kein isoliertes Ereignis: Der März 2023 setzte bereits neue Maßstäbe, indem er als wärmster Monat seit Aufzeichnungsbeginn in die Geschichte einging.

Ein März, der aus der Reihe tanzt

Alexander Orlik, Klimatologe bei GeoSphere Austria, liefert die Daten dazu: „Nach September und Oktober 2023 erreichten schon wieder zwei Monate in Folge neue Rekordwerte“, was bislang ein Novum darstellt. Konkret überstieg die Märztemperatur in den Tieflagen Österreichs den Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020 um 3,4 Grad, und in bergigen Regionen zeigte das Thermometer Werte, die 2,4 Grad über dem Mittel lagen. Dennoch blieb die Sonne, trotz der milden Temperaturen, eher im Verborgenen – mit 14 Prozent weniger Sonnenschein als gewöhnlich. Im Gegensatz zu früheren Jahren fiel in diesem März außerdem mehr Niederschlag, ein Umstand, der seit 2009 nicht mehr zu verzeichnen war.

Kühle Pause

Nach einem kurzen Intermezzo kühlerer Luftmassen zu Beginn dieser Woche, bei denen die Temperaturen zwischen zehn und 19 Grad lagen, steht bereits die nächste Hitzewelle vor der Tür. Die Prognosen des Wetterdienstes Ubimet lassen einen deutlichen Anstieg erwarten: Bereits am Freitag könnten die Temperaturen in Vorarlberg und Nordtirol 25 Grad erreichen.

Wetterkapriolen mit historischen Ausmaßen

Das bevorstehende Wochenende verspricht dann mit Luftmassen aus Nordafrika und Südwesteuropa einen „Aprilsommer“, der die Quecksilbersäule lokal bis zu 30 Grad Celsius klettern lassen könnte. Ein solcher Temperaturanstieg würde den fast 90 Jahre alten Rekord aus dem Jahr 1934 gefährden. Damals wurde am 17. April erstmals der Hitzetag mit Temperaturen über 30 Grad verzeichnet.