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Arbeitslosigkeit in Wien: Jugendliche ergreifen Jobchancen nicht

(FOTO: AMS Wien/Philipp H. Schuster/Fotostudio B&G)
(FOTO: AMS Wien/Philipp H. Schuster/Fotostudio B&G)

Die Donaumetropole Wien verzeichnet eine steigende Arbeitslosenquote, wobei die jüngste Generation besonders betroffen ist. Die Sorge des AMS-Chefs Winfried Göschl gilt vor allem der Wiener Jugend, die vorhandene Jobchancen zu selten ergreift.

Die Arbeitslosigkeit in Wien steigt – im Jahresvergleich um 8,5 Prozent. Noch alarmierender ist die Situation bei den unter 25-Jährigen, wo die Zunahme sogar elf Prozent beträgt. „Wien wächst, und mit dem Arbeitskräftepotenzial auch die Zahl der Arbeitslosen“, erklärt Winfried Göschl, Chef des Arbeitsmarktservice (AMS) Wien.

Jobchancen

Trotz der hohen Arbeitslosigkeit gibt es Branchen, die dringend nach Mitarbeitern suchen. „Grund dafür ist vor allem, dass die geburtenstarken Jahrgänge der 1960er Jahre jetzt den Arbeitsmarkt verlassen und deutlich weniger Junge nachrücken“, so Göschl. Besonders gefragt sind derzeit „Green Jobs“ im Kontext der Energiewende, Pflegetätigkeiten und Jobs im Transportbereich.

Öffentliche Dienst

Ein weiteres Hoffnungsfeld ist der öffentliche Dienst. „Dieser allein hat mehr als 140.000 Beschäftigte, von denen in den kommenden Jahren etliche Tausend in Pension gehen“, betont der AMS-Chef. Allerdings sind hierbei tendenziell Jobs gefragt, „wo ein höherer Bildungsabschluss gefragt ist“, so Göschl.

Obwohl in vielen Bereichen bereits über Arbeitskräftemangel geklagt wird, sieht Göschl die Situation für Menschen ohne Ausbildung auf dem Wiener Arbeitsmarkt eher düster: „Für Menschen ohne Ausbildung wird der Wiener Arbeitsmarkt schwierig bleiben.“

Die steigende Arbeitslosigkeit in Wien, insbesondere unter den Jugendlichen, stellt eine ernsthafte Herausforderung dar. Der öffentliche Dienst wird in den kommenden Jahren und bis in die 2030er Jahre hinein aller Voraussicht nach weiterhin aufnahmebereit sein, allerdings mit einem Fokus auf Bewerber mit höherem Bildungsabschluss.