Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Bissig

Blutbad am Badesee: 90-Kilo-Wels verletzte Schwimmer – Polizist griff zur Waffe

Blutbad am Badesee: 90-Kilo-Wels verletzte Schwimmer – Polizist griff zur Waffe
(Foto: Pexels)
3 Min. Lesezeit |

Panik am Badesee: Ein über zwei Meter langer Wels attackierte mehrere Schwimmer und verletzte fünf Personen, bevor die Polizei drastische Maßnahmen ergreifen musste.

Ein aggressiver Riesenwels hat am Freitagnachmittag für Schrecken im Brombachsee im bayerischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen gesorgt. Das über zwei Meter lange Tier verletzte mindestens fünf Badegäste, die sich im Wasser aufhielten. Der Fisch verhielt sich ungewöhnlich angriffslustig und konzentrierte seine Attacken auf den Bereich rund um eine Schwimminsel, wie die Polizei mitteilte.

Sanitäter des Roten Kreuzes versorgten die Bisswunden der betroffenen Schwimmer direkt am Ufer. Da das massive Tier seine Angriffe fortsetzte, wurde die Wasserwacht aktiv und verständigte die Polizei. Die Beamten reagierten zunächst mit einer Sperrung des Badebereichs, um weitere Verletzungen zu verhindern.

Tödliche Maßnahme

Die Einsatzkräfte stuften den aggressiven Wels schließlich als erhebliches Sicherheitsrisiko ein – nicht nur für die Badegäste, sondern auch für Besucher eines parallel stattfindenden Musikfestivals am See. Nach dieser Einschätzung fiel die Entscheidung, das Tier zu töten. Ein Polizeibeamter erschoss den Wels mit seiner Dienstwaffe, wie am Samstag bekannt wurde.

Das Gewicht des Fisches wurde später mit rund 90 Kilogramm beziffert. Zur Bergung des massiven Tierkörpers wurden zwei Angler hinzugezogen, die den toten Wels mit einem Boot aus dem Gewässer holten. Erst danach konnte der Badebereich wieder für die Öffentlichkeit freigegeben werden.

Seltenes Verhalten

Laut Fischereibiologen und Gewässerökologen sind gezielte Angriffe von Welsen auf Menschen äußerst selten. Experten vermuten, dass das aggressive Verhalten des Tieres am Brombachsee mit der aktuellen Laichzeit zusammenhängen könnte, in der die Fische besonders territorial reagieren. Typischerweise greifen Welse nur dann Menschen an, wenn sie ihr Gelege oder ihren Laichplatz verteidigen. Die Attacke auf die Badegäste wird daher von Fachleuten als höchst ungewöhnliches Ereignis eingestuft.

Der Polizeieinsatz löste in sozialen Netzwerken kontroverse Reaktionen aus, während Badegäste vor Ort die Maßnahme mehrheitlich als notwendig erachteten.

Berühmter Vorgänger

Welse können beachtliche Dimensionen erreichen und sorgen in deutschen Gewässern immer wieder für Aufsehen. Ein besonders bekannter Fall ereignete sich vor mehr als zwei Jahrzehnten in Mönchengladbach in Nordrhein-Westfalen, wo ein Exemplar unter dem Namen „Kuno, der Killerwels“ internationale Bekanntheit erlangte. Diesem Fisch wurde damals nachgesagt, einen jungen Rauhaardackel verschluckt zu haben. Im Jahr 2003 wurde in jenem Teich ein toter Wels entdeckt, den man schnell als „Kuno“ identifizierte.

Das präparierte Tier fand seinen Platz in einem Museum.

📍 Ort des Geschehens

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen