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Spendenaktion für verurteilten Kassier: Jetzt reagiert Billa

Spendenaktion für verurteilten Kassier: Jetzt reagiert Billa
(FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Eine Spendenaktion für einen verurteilten Billa-Kassier geht viral – nun reagiert der Handelskonzern mit einer überraschenden Entscheidung.

Der Fall eines 23-jährigen ehemaligen Billa-Kassiers aus Oberösterreich sorgt weiterhin für Aufsehen. Weil er während seiner Arbeit wiederholt unberechtigte Rabatte gewährte, wurde er wegen Untreue rechtskräftig zu fünf Monaten bedingter Haft verurteilt. Zudem muss er rund 25.700 Euro Schadenersatz leisten.

Unter dem Motto „Free our RaBatman“ startete Patrick Frewein eine Online-Spendenaktion, um den jungen Mann bei der Rückzahlung zu unterstützen. Die Hilfsbereitschaft war groß: Innerhalb kurzer Zeit wurde das ursprüngliche Spendenziel erreicht und schließlich übertroffen.

Billa reagiert auf Spendenwelle

Die große öffentliche Anteilnahme blieb auch bei Billa nicht unbemerkt. Der Handelskonzern kündigte an, den zugesprochenen Schadenersatzbetrag zu verdoppeln und insgesamt 51.400 Euro an gemeinnützige Organisationen zu spenden. Unterstützt werden sollen Projekte in den Bereichen psychische Gesundheit und Inklusion.

Damit kommt das Unternehmen der Spendenaktion allerdings nicht durch eine direkte Aufstockung der gesammelten Gelder entgegen. Billa will die eigene Spende vielmehr einem wohltätigen Zweck widmen. Der Konzern betont zugleich, dass das Verhalten des ehemaligen Mitarbeiters gegen die geltenden Unternehmensrichtlinien und die Rechtslage verstoßen habe.

Angst vor fordernden Kunden

Vor Gericht hatte der ehemalige Kassier erklärt, dass er sich von fordernden und teilweise lautstarken Kunden unter Druck gesetzt gefühlt habe. Er habe unter sozialen Ängsten gelitten und aus Angst vor Konflikten immer wieder Rabatte gewährt, die eigentlich nur für beschädigte oder abgelaufene Waren vorgesehen waren.

Nach den vorliegenden Berichten bereicherte er sich durch die Preisnachlässe nicht selbst. Dennoch wurde er wegen Untreue verurteilt und muss den entstandenen Schaden zurückzahlen.

Organisator steht mit Anwalt in Kontakt

Der Initiator der Spendenaktion, Patrick Frewein, hat inzwischen Kontakt zum Anwalt des ehemaligen Kassiers aufgenommen. Damit soll geklärt werden, wie das gesammelte Geld dem Betroffenen zugutekommen kann.

Billa erklärte in einer Stellungnahme, dass die große öffentliche Unterstützung für den ehemaligen Mitarbeiter nicht spurlos am Unternehmen vorbeigegangen sei. Gleichzeitig hält der Konzern am rechtskräftigen Urteil fest und will sich zum strafrechtlichen Verfahren selbst weiterhin nicht äußern.

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KO KOSMO-Redaktion
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