Start NEWS PANORAMA Bosnier überlebte Konzentrationslager und wurde Opfer einer Schießerei am Parkplatz
TRAGISCH

Bosnier überlebte Konzentrationslager und wurde Opfer einer Schießerei am Parkplatz

Ehemaliger Gefangener im bosnischen Konzentrationslager
Während eines Streits am Parkplatz zückte Fadil Delkics Kontrahent eine Waffe und schoss auf ihn. (Foto: Fadil Delkic/Facebook)

Der gebürtige Bosnier, Fadil Delkić, wurde von einem 28 jährigen Mann erschossen. Nach einem Streit am Parkplatz zückte der Täter seine Waffe und drückte ab.

In den 90er Jahren war Fadil Delkić im Krieg gegen Bosnien-Herzegowina Gefangener eines Konzentrationslagers. Er überlebte die schrecklichen Umstände und flüchtete. In Amerika fand er eine neue Heimat. Der 49-Jährige baute sich in Snellville, dem Bundesstaat Georgia, ein neues Leben auf. In seinem Bekanntenkreis galt er als  galt als fürsorglicher Ehemann und Vater. Fadil Delkić führte ein schweres Leben.

Am Sonntag, den 19. August 2018, wurde der gebürtige Bosnier von Troy Hunte, einem 28-jährigen amerikanischen Staatsbürger erschossen. Laut Augenzeugen soll es zu einem Streit zwischen Fadil Delkić und Huntes Verlobten gekommen sein. Der Bosnier wollte mit seinem Fahrzeug den Walmart Parkplatz verlassen, als die Frau zu schimpfen begonnen hat.

Delkić stiegt aus seinem Auto aus und Huntes Verlote schlug auf ihn ein. Sie beschuldigte ihn zu nahe an ihren Kinderwagen gefahren zu sein. Kurzerhand zückte Troy Hunte eine Waffe und schoss auf Delkić, der den schweren Verletzungen erlag. Der 49 Jährige hinterlässt drei Kinder. In Bosnien-Herzegowina soll der ehemalige KZ-Gefangene Delkić beerdigt werden.

Der Ex-Sprecher des Haager Tribunals, Refik Hodžić, kannte den ehemaligen KZ-Gefangenen Fadil Delkić. Sein Tod erschütterte Hodžić, der sich gestern zu Wort gemeldet hatte: „Es gibt nicht viele Leute, die als Held bezeichnet werden können. Aber Fadil war einer von ihnen… Ich bin immer noch schockiert wegen allem was passiert ist. Es macht keinen Sinn, es macht einfach keinen Sinn, dass er auf diese Weise von uns gegangen ist. Auf solch sinnlose, banale Weise.“