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Abkommen

Chinas Staatschef Xi auf Besuch in Serbien (FOTOS)

Chinas Staatschef Xi auf Besuch in Serbien (FOTOS)
(FOTO: EPA-EFE/ANDREJ CUKIC)
3 Min. Lesezeit |

Im Schatten einer symbolischen Verbindung zwischen China und Serbien, illustriert durch feierliche Zeremonien und eine Fülle an Neuverträgen, stellt die jüngste diplomatische Tour von Chinas Staatschef Xi Jinping nach Serbien ein klares Signal geopolitischer Solidarität dar. Während Frankreichs pompöse Gastfreundschaft gegenüber dem chinesischen Präsidenten in der vorangegangenen Woche kaum als Überraschung gewertet werden kann, fand Xi bei seiner Ankunft in Belgrad eine besonders herzliche Begrüßung vor.

Ein freundschaftliches Band

Aleksandar Vucic, der serbische Präsident, orchestrierte persönlich eine Empfangszeremonie mit traditionellen Tanzaufführungen am Flughafen. Überall wehten hunderttausende chinesische Flaggen entlang der Straßen von Belgrad.

Wirtschaftliche Engagements

Am Mittwoch bejubelten Tausende Xi und Jukic als die den Präsidentenpalast betraten. „Wir danken Präsident Xi“, rief Vučić in die Menge. „Er ist seit fünf Jahren nicht mehr in Europa gewesen und hat wieder unser kleines Serbien ausgewählt.“ 

Vucic hegte vorab die Hoffnung auf chinesische Investitionen in Serbiens Eisenbahnfabriken sowie die Nutzung von Chinas Know-how in den Bereichen Künstliche Intelligenz und Elektromobilität. Die 400-köpfige Delegationen unterzeichnete 28 Vereinbarungen zur Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen wie Infrastruktur, Handel, Wissenschaft, Umweltschutz, Technologie, Kultur, Sport und Informatik.

Chinesisch-serbische Gemeinschaft

Die beiden Präsidenten unterzeichneten eine gemeinsame Erklärung, die den Aufbau einer „chinesisch-serbischen Gemeinschaft mit einer gemeinsamen Zukunft in der neuen Ära“ vorsieht. Diese Formulierung reflektiert die verschiedenen Initiativen, durch die Xi Schwellenländern eine Zusammenarbeit unter chinesischer Führung, unabhängig vom Westen, anbietet. Serbien ist nun das erste europäische Land, das einer solchen Gemeinschaft beitritt. Vucic jubelte, dass Xi als Freund fest an Serbiens Seite stehe. Die EU, mit der Serbien in schwierigen Beitrittsverhandlungen steht, wird dies mit Sicherheit genau beobachten.

Investitionen aus der Volksrepublik

Im Rückblick auf die wirtschaftlichen Dynamiken bestätigt sich China als ein Hauptakteur in Serbiens Aufschwung, mit Investitionen, die von der Finanzierung einer Schnellzugverbindung bis hin zum Bau eines neuen Fußball-Nationalstadions reichen. Der Besuch unterstreicht nicht nur Chinas Rolle als zweitgrößten Handelspartner Serbiens, sondern auch als wichtigen geopolitischen Verbündeten.

Kein zufälliges Datum

Der besonders aufschlussreiche Kontext von Xis Besuch, genau 25 Jahre nach dem Nato-Angriff auf die chinesische Botschaft im Kosovo, trägt eine zusätzliche Schicht symbolischer Bedeutung bei und verdeutlicht die komplexen, teilweise angespannten globalpolitischen Verflechtungen.

Das Echo von Xis Staatsbesuch in Serbien hallt in den europäischen Korridoren der Macht wider, vor allem mit Blick auf die Positionierung Serbiens innerhalb der europäischen und globalen geopolitischen Landschaft. Während Serbien noch immer in Beitrittsverhandlungen mit der EU steht, zeigt dieser diplomatische Akt deutlich, dass Belgrad seine Karten geschickt auf mehrere große Akteure verteilt, um seine politische und wirtschaftliche Zukunft zu sichern.

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KO KOSMO-Redaktion
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