Start NEWS POLITIK Corona-Impfung für alle: Anschober nennt Zeitpunkt
„IMMER SCHNELLER“

Corona-Impfung für alle: Anschober nennt Zeitpunkt

(FOTOS: BKA/Andy Wenzel, iStockphoto)

Gesundheitsminister Rudolf Anschober sprach im Ö1-Morgenjournal über die Corona-Impfungen in Österreich. Erstmals gab er auch einen Zeitpunkt bekannt, an dem alle durchgeimpft sein werden.

Seit mittlerweile acht Wochen wird in Österreich bereits gegen das Coronavirus geimpft. Doch das Impfen geht nicht so schnell voran, wie ursprünglich geplant – nicht zuletzt weil Impfstoffe hierzulande immer noch Mangelware sind. Mittlerweile sind jedoch die meisten Menschen in Alten- und Pflegeheimen gegen das Virus geimpft und Gesundheitsminister Rudolf Anschober versichert, dass der Impf-Plan eingehalten wird und die Menschen bald schneller eine Impfung erhalten.

Im Ö1-Morgenjournal am Mittwoch erklärte Anschober dazu: „Ein derartiges System, das wir hier aufgestellt haben, muss erst in die Gänge kommen und gleichzeitig haben wir hier eine Arbeitsteilung zwischen Bund und Ländern verwirklicht.“ Und weiter: „Der Bund ist verantwortlich für die Beschaffung, für die Logistik und den elektronischen Einkaufs-Shop und die Bundesländer machen die operative Umsetzung vor Ort. Und ich bin überzeugt davon, dass das immer besser läuft.“

Auf die Frage, ob es ein Fehler war, dass die Impfungen auf die Bundesländer ausgelagert worden sind, stellt der Minister klar: „Ich glaube nicht, dass die Auslagerung ein Fehler ist“. Die Bundesländer hätten bereits bei den Massentestungen bewiesen, dass sie sehr kurzfristig, sehr große organisatorische Herausforderungen umsetzen können. Und die Impfstraßen seien laut dem Minister ein „ähnlicher Umsetzungsvorgang“ wie die Teststraßen.

„Tempo der Impfungen nimmt zu“
„Wir haben jetzt 530.000 Impfungen draußen, das heißt, das Tempo nimmt zu. In der letzten Woche waren es 100.000 Impfungen, die verwirklicht wurden und wir erwarten noch in dieser Woche die Zustellung von 180.000 weiteren Impfdosen“, erklärt der Gesundheitsminister weiter. Der März werde dann mit 1 Million Impfdosen bereits ein „viel stärkerer Monat“, so Anschober. Im zweiten Quartal werde man dann eine Verdreifachung der Impfdosen haben: „Da geht es dann in die Breite.“

Das Ziel sei laut Anschober, dass „jeder, der in Österreich lebt auch einen Zugang zur Impfung haben wird“. In Deutschland gehe man davon aus, dass dieses Angebot für alle bis 21. September abgeschlossen sein wird. Für Österreich meinte Anschober:

„Ich glaube, dass wir das ein bisschen früher schaffen werden – im Laufe des Sommers“

Die Länder hätten zudem eine große Herausforderung vor sich, sie würden sich aber auf diese große Liefermengen „professionell“ vorbereiten. „Wir werden spezielle Impf-Orte vorbereiten, wir setzen in ganz Österreich aber vor allem auf die Impfstraßen, da kann man dann auch wirklich Mengen machen und kann auch schnell sein“, so Anschober abschließend.

Quellen und Links: