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Zertifikatsskandal

Covid-Betrug: Kroatischer Sänger Tony Cetinski auf der Anklagebank

Covid-Betrug: Kroatischer Sänger Tony Cetinski auf der Anklagebank
(FOTO: Instagram-Screenshot/@tonycetinski)
2 Min. Lesezeit |

Ein gefälschtes Covid-Zertifikat, drei Grenzübertritte – und ein Popstar auf der Anklagebank.

Der bekannte kroatische Sänger Tony Cetinski steht derzeit vor dem Bezirksgericht Zagreb und muss sich gegen schwerwiegende Vorwürfe der kroatischen Antikorruptionsbehörde USKOK verteidigen. Ihm wird zur Last gelegt, ein gefälschtes Covid-Zertifikat erworben und bei mehreren Grenzübertritten verwendet zu haben.

Cetinski ist einer von insgesamt fünf Angeklagten in diesem Verfahren, das in der kroatischen Öffentlichkeit breite Aufmerksamkeit erregt hat. Laut Anklageschrift wurde ihm am 8. November 2021 ein digitales EU-Covid-Zertifikat ausgestellt, das er in der Folge dreimal bei Grenzübertritten eingesetzt haben soll – konkret am 4. Dezember 2021, am 15. Feber 2022 sowie am 4. März 2022.

Der Sänger weist die Anschuldigungen entschieden zurück. „Er habe das Zertifikat weder gekauft noch jemals kaufen wollen“, erklärte er vor Gericht.

Systematischer Betrug

Der Fall ist Teil einer umfangreichen USKOK-Ermittlung, in deren Rahmen mehr als 230 Personen wegen des Erwerbs oder der Ausstellung gefälschter Covid-Impfnachweise angeklagt wurden. Knapp 200 von ihnen haben sich bereits mit der Behörde geeinigt.

Eine Schlüsselrolle in dem System spielte Petra Markovic, die als Krankenschwester im Gesundheitszentrum Zagreb-West tätig war. Sie gestand ihre zentrale Beteiligung an der Operation und wurde zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren sowie einer Geldstrafe von 15.000 Euro verurteilt. Zusätzlich wurden ihr 22.600 Euro eingezogen.

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KO KOSMO-Redaktion
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