Während Dartspfeile international für Furore sorgen, scheint der Hype in Österreich zu verblassen. Fehlende Topspieler und Nachwuchsprobleme bremsen die Begeisterung.
Weihnachts-Zeit bedeutet für viele Sportfans Crunchtime im Darts. Doch während die Pfeile in vielen Ländern für Begeisterungsstürme sorgen, scheint der Hype in Österreich merklich abzuflauen. Dieser Entwicklung gehen „Heute“-Sportredakteur Martin Huber und Jonas Pamperl von „Laola1“ in der neunten Folge des „Standpunkts“ auf den Grund.
Die grundsätzliche Frage, ob Darts überhaupt als vollwertige Sportart anzusehen ist oder doch nur ein netter Zeitvertreib im Pub, beantwortet Huber eindeutig: „Ich glaube sehr wohl, dass es eine Sportart ist: Hochpräzisionssport von Athleten, die sich extrem gut konzentrieren können und eine überragende Hand-Auge-Koordination haben.“
Fehlende Aushängeschilder
Das Hauptproblem der Sportart in Österreich identifiziert Pamperl schnell: „Aushängeschild ist das erste Problem: Wir haben keinen Topspieler. Suljovic war ja schon Top 5 der Welt. Da ist mir schon so vorgekommen, dass auch bei den Nicht-WM-Turnieren mehr berichtet wurde. Das Problem ist auch die Menge. Wir haben nur Mensur Suljovic und Rusty John Rodriguez, der jetzt auch gesperrt ist. In Deutschland sind es acht, neun Spieler. Da spricht man von einem ganz anderen Hype.“
Nachwuchsprobleme
Huber beleuchtet zudem die Nachwuchsproblematik und trifft dabei einen wunden Punkt: „Wo lernst du Darts? Es ist wahrscheinlich für viele Kinder oder Jugendliche immer noch das Wirtshaus oder Kellerlokal und da haben viele Eltern Respekt davor, ein Kind dorthin zum Training zu schicken und nicht an die frische Luft.“
Ob der Dartsport in Österreich tatsächlich zu wenig Aufmerksamkeit erhält, erfahrt ihr in der vollständigen „Standpunkt“-Diskussion im Video.