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Die besten Jugo-Redewendungen und woher sie stammen

Jugo-Redewendungen und woher sie stammen (FOTO: iStock)

In der Alltags- bzw. Umgangssprache verwenden wir jeden Tag zumindest eine Phrase bzw. Redewendung, von welchen wir eigentlich gar nicht so genau wissen, woher diesese stammen.

Hinter diesen Sprichwörtern, Phrasen usw. verstecken sich in den meisten Fällen Geschehnisse. Ihren Weg in den Wortschatz der Sprecher einer Sprache schaffen diese es zumeist durch hundert- oder gar tausendfache Wiederholungen.

Hier einige typische BKS-Sprichwörter, welche so gut wie jeder kennt, aber gar nicht genau weiß, wie diese entstanden sind:


„Upala mu sekira u med.“ („Die Axt ist ihm in den Honig gefallen.“)

Wenn jemand etwas Gutes zustößt, oder jemand Glück hat, dann verwenden wir oft dieses Sprichwort. Hinter diesem steckt die schwere Arbeit der Imker, welche früher keine Bienenstöcke in extra dafür angefertigten Kästen züchteten. Vielmehr sind sie durch die Wälder gestreift, um Wildbienen und deren Stöcke zu finden.

Die Honigsammler mussten dafür viel Kraft aufwenden und unter anderem Bäume hochklettern, um unter der Rinde nach Honig zu suchen. Wenn einer der Imker Glück hatte und auf ein Bienennest stieß, so ging seine Axt durch die Rinde direkt in den Honig – wie ein heißes Messer durch Butter.


„Pijan kao majka. („Betrunken wie eine Mutter.“)
Wenn jemand unter starkem Alkoholeinfluss steht bzw. stockbesoffen ist, so hört man vor allem von jüngeren Leuten, dass dieser „betrunken wie eine Mutter“ ist. Der Hintergrund dieses Sprichwortes ist nicht eindeutig geklärt, da es zwei sehr weit verbreitete Theorien gibt.

Die Erste bezieht sich auf medizinische Praxen aus der Vergangenheit. Damals wurde gebärdenden Frauen Alkohol als Schmerzstiller verabreicht. Die zweite Theorie sieht im Wort „Mutter“ ein Synonym für die Erde, welche mit Wasser getränkt sein muss, um fruchtbaren Boden zu bieten.

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Der gebürtige Wiener hatte seine ersten Berührungspunkte mit Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien bereits im Teenageralter. Ihre Sprache faszinierte ihn sehr schnell und die Liebe zum Balkan führte ihn bis zum Abschluss des Studiums der Slawistik (B/K/S). Heute ist er ein hervorragender Kenner der Balkangeschichte, der südslawischen Sprachen sowie der kleinsten kulturellen Nuancen der bosnischen, kroatischen und serbischen Dialekte. Mit einem kritischen Blick auf dem Balkan, schreibt er seine Texte aus einer besonderen, transslawischen, internationalen Perspektive, und seine Kritik lässt niemanden unberührt.