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Fortbildung

Digitale Bildungslücke: 9 von 10 Lehrern hatten bislang keine KI-Schulung

Digitale Bildungslücke: 9 von 10 Lehrern hatten bislang keine KI-Schulung
FOTO: iStock/Wavebreakmedia
2 Min. Lesezeit |

Während KI-Technologien voranschreiten, hinkt Österreichs Bildungssystem hinterher. Die alarmierende Bilanz: Fast 90 Prozent der Lehrkräfte erhalten keine entsprechende Fortbildung.

Künstliche Intelligenz erobert die Klassenzimmer, doch Österreichs Lehrkräfte sind darauf kaum vorbereitet. Eine aktuelle Erhebung von GoStudent zeigt deutliche Defizite im europäischen Vergleich: Rund 88 Prozent der heimischen Pädagogen erhalten keinerlei Fortbildung zum Umgang mit KI-Technologien. Dabei wäre die Bereitschaft zur Weiterbildung bei mehr als zwei Dritteln (68 Prozent) durchaus vorhanden.

Bemerkenswert ist auch die Diskrepanz in der Zukunftseinschätzung: Nicht einmal die Hälfte der Lehrenden (44 Prozent) betrachtet KI als wesentlichen Faktor für die berufliche Zukunft ihrer Schülerinnen und Schüler. Diese Skepsis spiegelt sich auch bei den Heranwachsenden wider – nur jedes dritte Kind glaubt, dass die Schule ihm die notwendigen Kompetenzen für das spätere Berufsleben vermittelt.

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Rückläufiger KI-Zugang

Der Zugang zu KI-Werkzeugen im Unterricht ist ebenfalls rückläufig: Lediglich zwei von zehn Kindern können diese im schulischen Kontext nutzen, während es im Vorjahr noch doppelt so viele waren. In Ermangelung schulischer Anleitung suchen viele Kinder alternative Informationsquellen – 30 Prozent eignen sich KI-Wissen im Freundeskreis an.

Felix Ohswald, CEO und Mitgründer von GoStudent, sieht darin erhebliche Risiken: „Wenn Schüler sich KI selbst beibringen müssen, sind sie den Risiken allein ausgesetzt. Unsere Studie zeigt, dass 20 Prozent nicht wissen, was Deepfake-Videos (mit KI manipulierte, täuschend echte Videos) sind. Ohne Aufklärung werden diese Kinder im digitalen Raum verwundbar.“

Eltern fordern Handeln

Die Untersuchung verdeutlicht zudem den Wunsch der Eltern nach besserer Vorbereitung der Lehrkräfte – 63 Prozent sehen die Schulen in der Pflicht, ihren Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit KI-Tools zu vermitteln. Die zentrale Frage bleibt, wann das Bildungssystem angemessen reagiert.

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Das Bildungsministerium verweist auf bestehende Angebote: „Entscheidend ist die Weiterbildung von Pädagogen. Hier bieten die Pädagogischen Hochschulen schwerpunktmäßig Seminare und Fortbildungen an.“

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KO KOSMO-Redaktion
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