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„FREE FIRE“

Drogen-Banden heuern Jugendliche über Online-Spiel an

(FOTOS: iStockphoto, Free Fire Logo)

Drogenkartelle in Mexiko nutzen den neuen gratis Egoshooter „Free Fire“ aus, um darüber Jugendliche als Drogendealer zu rekrutieren.

Die großen Drogen-Bosse von heute lassen nichts unversucht, um neue Mitglieder für ihre Drogenkartelle zu rekrutieren. Wie die „Heute“ berichtet, sollen mexikanische Mafiosi nun sogar zu einer ganz besonderen Methode greifen, um aktiv Jugendliche für sich zu gewinnen: So wurde ein Jugendlicher in Mexiko kürzlich von einem Kartell angeworben. Jedoch nicht, wie man vielleicht vermuten würde, auf der Straße oder im Club, sondern im Battle-Royal-Shooter „Free Fire“.

800 Dollar pro Monat angeboten
Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie verbringen Jugendliche immer mehr Zeit vor ihren Computerbildschirmen in virtuellen Welten. Dies scheinen auch die Drogenkartelle in Mexiko bemerkt zu haben und erschlossen daher neue Wege, um weitere Mitglieder zu rekrutieren. In dem derzeit sehr beliebten Online-Gratisspiel „Free Fire“ werden Jugendlichen etwa 800 Dollar pro Monat versprochen, wenn sie sich dazu entschließen, für das Kartell zu arbeiten, wie ein Betroffener berichtete.

Er soll von dem Kartell damit beauftragt worden sein, noch mehr Jugendliche zu rekrutieren. Danach sollte der junge Mann die Polizei und Armee ausspionieren und die Informationen an die mexikanische Unterwelt weiterleiten.

Drahtzieherin verhaftet
Dennoch sagte der Jugendliche zu und schaffte es sogar zwei Jungs aus seiner Schule mit an Bord zu holen. Doch schnell holte die Realität die jungen Männer ein, denn das Leben ist nun mal kein Videospiel!

Die drei trafen sich in einem Kartellunterschlupf mit einer Frau namens „Mirian N“. Die Jugendlichen erhielten von ihr den Auftrag, mit falschen Ausweisen und einem Couvert voller Geld von Oaxaca nach Monterrey (1.300 Kilometer) zu reisen. Am Ende ging für die drei Jugendlichen jedoch alles gut aus, sie konnten von der Polizei befreit werden, da sie unterwegs „Free Fire“ spielten und so von den Beamten über das Game geortet werden konnten. Die Drahtzieherin wurde festgenommen.

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