Österreichs Straßen werden elektrischer – und das schneller als je zuvor. Ein neuer Meilenstein wurde gerade erreicht.
Erstmals sind in Österreich mehr als 300.000 rein batterieelektrische Pkw gleichzeitig auf den Straßen unterwegs. Ende Juli belief sich der hochgerechnete Bestand auf exakt 304.328 Fahrzeuge. Auch bei den Neuzulassungen setzte sich der Aufwärtstrend fort: Allein im Juli wurden 7.073 neue E-Autos zugelassen, was einem Anteil von 27,39 Prozent an allen Pkw-Neuzulassungen entspricht – ein neuer Höchstwert.
„300.000 E-Pkw auf Österreichs Straßen sind ein starkes Signal: Die Elektromobilität ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen“, sagt Mobilitätsminister Peter Hanke. Besonders erfreulich sei gleichzeitig der Rekord bei den Neuzulassungen. „Immer mehr Menschen entscheiden sich für ein E-Auto, weil das Angebot größer wird, die Technologie ausgereifter ist und die Ladeinfrastruktur kontinuierlich wächst“, so Hanke.
Ladenetz wächst
Zeitgleich mit den steigenden Zulassungszahlen expandiert das öffentliche Ladenetz. Im Juli allein wurden 676 neue Ladepunkte in Betrieb genommen, seit Jahresbeginn kamen insgesamt 3.817 hinzu. Österreich verfügt damit über rund 39.500 öffentliche Ladepunkte – die Schwelle von 40.000 soll noch im Sommer überschritten werden.
Seit 2025 bündelt das Mobilitätsministerium seine Aktivitäten im Bereich Elektromobilität unter dem Programm eMOVE Austria. Für 2025 und 2026 sind dafür insgesamt fast eine halbe Milliarde Euro vorgesehen – konkret rund 260 Millionen Euro für 2025 und weitere rund 220 Millionen Euro für 2026. Ein zentrales Vorhaben ist der Ausbau des öffentlichen Ladenetzes, mit besonderem Fokus auf Schnellladeangebote. Eine geplante Novelle des Bundesstraßengesetzes soll den Aufbau von Ladepunkten entlang von Autobahnen und Schnellstraßen beschleunigen. Ergänzend dazu setzt das Ministerium auf verstärkte Informationsarbeit, um bestehende Vorbehalte gegenüber der Elektromobilität abzubauen.
Wachstum beschleunigt sich
Wie dynamisch sich der Bestand entwickelt, verdeutlicht ein Blick auf die Wachstumskurve der vergangenen Jahre. Die Marke von 100.000 batterieelektrischen Pkw wurde im September 2022 erreicht. Für die nächsten 100.000 Fahrzeuge waren noch 27 Monate erforderlich. Der Anstieg von 200.000 auf 300.000 Fahrzeuge gelang hingegen in rund 19 Monaten. In einzelnen Bundesländern liegt der E-Auto-Anteil an den Neuzulassungen bereits bei über 30 Prozent.
„Der Hochlauf der E-Mobilität funktioniert dort besonders gut, wo Fahrzeugangebot und Infrastruktur zusammenspielen“, sagt Hanke. Deshalb setze man mit eMOVE Austria gezielt auf den weiteren Ausbau. „Unser Ziel ist klar: E-Mobilität soll für die Menschen einfach, alltagstauglich und verlässlich sein – unabhängig davon, ob sie in der Stadt oder am Land leben“, betont der Minister.