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Absage

Eiszeit in Wien: Lawrow und Rubio lassen OSZE-Gipfel platzen

Eiszeit in Wien: Lawrow und Rubio lassen OSZE-Gipfel platzen
Foto: epa/ALEXANDER NEMENOV/AFP / POOL
2 Min. Lesezeit |

Hochrangige Absagen überschatten den OSZE-Gipfel in Wien: Weder Russlands Chefdiplomat Lawrow noch sein US-Amtskollege Rubio werden beim Ministertreffen erscheinen.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow wird beim kommenden OSZE-Außenministerrat in Wien nicht persönlich anwesend sein. Dies gab Maria Sacharowa, Sprecherin des russischen Außenministeriums, während ihrer wöchentlichen Pressekonferenz am Donnerstag bekannt. Die russische Delegation werde stattdessen von Vizeaußenminister Alexander Gruschko geleitet. Auch die amerikanische Seite wird nicht auf höchster diplomatischer Ebene vertreten sein – US-Außenminister Marco Rubio wird ebenfalls fernbleiben, wie der „Presse“ bestätigt wurde.

Der zweitägige OSZE-Ministerrat findet am 4. und 5. Dezember in Wien statt. Im Vorfeld hatten Beobachter darüber spekuliert, ob das Treffen möglicherweise als Plattform für direkte russisch-amerikanische Gespräche über eine Friedenslösung für die Ukraine dienen könnte. Diese Erwartungen haben sich nun offenbar zerschlagen.

Diplomatische Verpflichtungen

Wien beherbergt den Hauptsitz der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine kam es wiederholt zu diplomatischen Verstimmungen bezüglich der Teilnahme russischer Delegationen an OSZE-Veranstaltungen in anderen Mitgliedsländern. Als Sitzstaat ist Österreich jedoch verpflichtet, allen Diplomaten die ungehinderte Teilnahme an Konferenzen zu ermöglichen. Die OSZE steht derzeit unter finnischem Vorsitz.

Lawrows Position

In diplomatischen Kreisen kursierten zuletzt Gerüchte über einen möglichen Machtverlust Lawrows innerhalb der russischen Führung. Der langjährige Chefdiplomat war etwa zehn Tage nicht öffentlich in Erscheinung getreten, was Spekulationen über eine angebliche Verstimmung mit Präsident Wladimir Putin wegen „undiplomatischen Verhaltens“ befeuerte.

Beim vorjährigen OSZE-Ministertreffen im damaligen Vorsitzland Malta waren sowohl Lawrow als auch der damalige US-Außenminister Antony Blinken anwesend gewesen.

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KO KOSMO-Redaktion
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