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Widersprüche

Epstein-Akte: Demokraten wollen Trump vor den Strafermittler bringen

Epstein-Akte: Demokraten wollen Trump vor den Strafermittler bringen
FOTO: EPA
3 Min. Lesezeit |

Ein 50-seitiger Bericht nimmt Trumps Epstein-Darstellung ins Visier – und landet kurz vor den Kongresswahlen bei den Strafverfolgern.

Demokratische Abgeordnete des US-Repräsentantenhauses verlangen strafrechtliche Ermittlungen gegen Donald Trump. Auslöser ist ein 50 Seiten starker Bericht, der am Montag veröffentlicht wurde und mögliche Widersprüche in Trumps früherer Verbindung zu Jeffrey Epstein auflistet. Bewiesen sind die darin erhobenen Anschuldigungen nicht.

Trump sei, so die Abgeordneten, „Mitte bis Ende der 1990er-Jahre aktiv an Jeffrey Epsteins sexuellem Missbrauch junger Frauen beteiligt“ gewesen. Das Dokument führt Aussagen und Unterlagen zusammen, die nach Lesart der Verfasser Ungereimtheiten in Trumps öffentlicher wie interner Darstellung seines Verhältnisses zu Epstein offenlegen sollen.

Der am Montag publik gemachte Bericht wendet sich an die Strafverfolgungsbehörden und fordert sie auf, Ermittlungen gegen Trump einzuleiten. Im Mittelpunkt stehen laut dem Papier Äußerungen Trumps über seine frühere Bekanntschaft mit Epstein sowie interne Mitteilungen und externe Korrespondenz, die dazu im Widerspruch stehen sollen.

Mar-a-Lago-Streit

Ein zentraler Streitpunkt ist Trumps Privatclub Mar-a-Lago. Öffentlich hatte Trump erklärt, er habe Epstein wegen unangemessenen Verhaltens ausgeschlossen. Dem Bericht zufolge soll er gegenüber seinem Clubmanager und seinen Anwälten hingegen gesagt haben, Epstein sei nie aufgefordert worden, den Club zu verlassen.

Hinzu kommt eine angebliche E-Mail Epsteins an den Journalisten Michael Wolff aus dem Jahr 2019. Darin soll Epstein behauptet haben, Trump habe von den „Mädchen“ gewusst. Der Bericht verweist außerdem auf ein Telefonat, das Trump 2006 mit dem Polizeichef von Palm Beach geführt haben soll. Dabei soll er erklärt haben, Epsteins Taten seien allgemein bekannt gewesen. Eine eigene Beteiligung Trumps lässt sich daraus allerdings nicht ableiten.

Die Abgeordneten führen zudem Aufzeichnungen an, die Trumps Darstellung widersprechen sollen, er sei niemals mit Epsteins Privatjet geflogen. Für Diskussionen sorgt schließlich ein angeblicher Geburtstagsbrief mit anzüglicher Zeichnung und Trumps Unterschrift. Trump bestreitet, das Schreiben verfasst zu haben, während auf ähnliche Zeichnungen und signierte Notizen aus seiner Vergangenheit verwiesen wird.

Vorwürfe gegen Justizministerium

Trump weist die Vorwürfe ebenso zurück wie einzelne Dokumente, die ihm zugeschrieben werden. Schwere Anschuldigungen richtet der Bericht auch gegen das US-Justizministerium: Wichtige Epstein-Unterlagen seien zurückgehalten oder nur stark geschwärzt veröffentlicht worden.

Ein Sprecher des US-Justizministeriums bezeichnete den Bericht am 26. Oktober 2026 als einen letzten Versuch der Demokraten im Justizausschuss des Repräsentantenhauses, die Öffentlichkeit irrezuführen, und erklärte, das Ministerium habe das einschlägige Gesetz erfüllt sowie fast drei Millionen Untersuchungsdokumente veröffentlicht.

Zur Sprache kommen überdies mögliche Interessenkonflikte von Justizminister Todd Blanche. Die Abgeordneten sehen ausreichende Anhaltspunkte für weitere strafrechtliche Untersuchungen.

Der Bericht erschien kurz vor den US-Kongresswahlen.

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KO KOSMO-Redaktion
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