Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Bevölkerungswandel

EU schrumpft um 53 Millionen – Wirtschaft vor dem Kollaps?

EU schrumpft um 53 Millionen – Wirtschaft vor dem Kollaps?
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Europa schrumpft – und das ist erst der Anfang. Was Eurostat bis 2100 prognostiziert, hat weitreichende Folgen für Gesellschaft und Wirtschaft.

Die Europäische Union schrumpft – zumindest auf lange Sicht. Laut aktuellen Prognosen des EU-Statistikamts Eurostat werden bis zum Jahr 2100 rund 53 Millionen Menschen weniger in der Union leben als heute, was einem Rückgang von 11,7 Prozent entspricht. Zunächst setzt sich das Bevölkerungswachstum jedoch noch fort: Den Berechnungen zufolge wird die EU-Bevölkerung in den kommenden Jahren weiter ansteigen und im Jahr 2029 mit 453 Millionen ihren vorläufigen Höchststand erreichen – derzeit liegt die Zahl bei 451 Millionen.

Danach ist ein kontinuierlicher Rückgang auf 398 Millionen bis zum Ende des Jahrhunderts zu erwarten. Den Prognosen liegen Annahmen über eine schrittweise Annäherung der Geburten-, Sterbe- und Migrationsraten zwischen den EU-Mitgliedstaaten zugrunde.

Alternde Gesellschaft

Die Bevölkerungspyramide der EU für das Jahr 2025 zeichnet das Bild einer Gesellschaft mit hoher Lebenserwartung, niedriger Sterblichkeit und geringer Geburtenrate. Das Gros der Bevölkerung entfällt auf Personen im erwerbsfähigen Alter jenseits der 50, während die Gruppe der unter 20-Jährigen deutlich schwächer besetzt ist. Für das Jahr 2100 prognostiziert Eurostat eine weitere Verschiebung: Die Pyramide zeigt dann eine schrumpfende Gesamtbevölkerung, in der ältere Jahrgänge zunehmend an Gewicht gewinnen, während junge Menschen und Personen im erwerbsfähigen Alter anteilsmäßig zurückgehen.

Drastische Verschiebungen

Konkret wird der Anteil der Kinder und Jugendlichen zwischen null und 19 Jahren an der EU-Gesamtbevölkerung von derzeit 20 auf 17 Prozent sinken. Noch deutlicher fällt die Verschiebung bei den Erwerbstätigen aus: Der Anteil der 20- bis 64-Jährigen dürfte von 58 auf 50 Prozent zurückgehen.

Gegenläufig entwickeln sich die älteren Altersgruppen. Die 65- bis 79-Jährigen werden ihren Anteil von 16 auf 17 Prozent leicht ausbauen, während die Gruppe der über 80-Jährigen besonders stark zulegen wird – von sechs auf 16 Prozent, also um zehn Prozentpunkte.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen