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Explosion

Explosion erschüttert Wien: defekter Wasserstromboiler als Ursache vermutet

Feuerwehr-Wien
(Foto: iStockphoto)

Bei einer Explosion in einer Wiener Wohnung wurde eine schwangere Frau verletzt. Die Ermittlungen laufen, wobei die ersten Hinweise stark auf einen defekten Wasserstromboiler als Ursache hindeuten. Die umfangreichen Bergungsarbeiten sind in vollem Gange.

Eine Explosion erschütterte am Montagfrüh eine Wohnung in der Goldschlagstraße in Wien-Penzing. Eine schwangere Frau erlitt dabei leichte Verletzungen und wurde sicherheitshalber ins Krankenhaus gebracht.

Erste Untersuchungen deuten auf einen defekten Wasserstromboiler als Verursacher des unglücklichen Vorfalls hin. Laut Polizeiangaben könnte es zu einem sogenannten Druckbehälterzerknall gekommen sein, eine extrem seltene, aber sehr gefährliche Störung, die durch intensiven Druckaufbau in einem geschlossenen Behälter verursacht wird. Trotz dieser ersten Erkenntnisse sind die Ermittlungen des Landeskriminalamtes Wien jedoch noch nicht abgeschlossen.

Die Detonation war so stark, dass Teile des Gebäudes auf die Straße und in den Innenhof geschleudert wurden. Erstaunlicherweise entstand jedoch kein Feuer. Dennoch mussten elf Bewohner, darunter auch die Bewohner der betroffenen Wohnung, in Sicherheit gebracht werden. Die Einsatzkräfte der Wiener Feuerwehr reagierten schnell und leiteten umgehend Evakuierungs- und Sicherheitsmaßnahmen ein. So wurden der Gashaupthahn des Hauses geschlossen und die Strom- und Wasserzufuhr unterbrochen, bis die Ursache der Explosion vollständig geklärt werden konnte.

Die Schäden an der betroffenen Wohnung und teilweise auch an den Nachbarwohnungen sind erheblich. Wände sind eingestürzt oder schwer beschädigt worden. Trotz intensiver Suche nach möglichen Verschütteten in den Trümmern konnten die Feuerwehrleute jedoch keine weiteren Personen ausfindig machen. Die Bergungs- und Sicherheitsarbeiten sind noch im Gange.