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VKI warnt

Fahrrad-Test deckt auf: 15 von 17 Kinderhelmen nur „durchschnittlich

Fahrrad-Test deckt auf: 15 von 17 Kinderhelmen nur „durchschnittlich
FOTO: iStock/monkeybusinessimages
3 Min. Lesezeit |

Helme schützen – doch wie gut tun sie das wirklich? Ein großer Test liefert ernüchternde Ergebnisse und zeigt, worauf Eltern achten müssen.

Ein Test des Vereins für Konsumenteninformation hat gravierende Schwächen bei Kinderfahrradhelmen offenbart: Von 17 überprüften Modellen schnitten 15 lediglich mit „durchschnittlich“ ab, zwei fielen gänzlich durch. Dennoch unterstrichen die VKI-Experten, dass auch die schlechtesten Testmodelle Schutz bieten: „Selbst mit den Schlusslichtern aus dem Test sind Kinder deutlich sicherer unterwegs als ohne Helm.“ In Österreich gilt für Kinder bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr eine gesetzliche Helmpflicht.

Durchgeführt wurde der Gemeinschaftstest gemeinsam mit der deutschen Stiftung Warentest, dem ADAC sowie weiteren europäischen Verbraucherorganisationen. Kein einziges Modell überzeugte gleichermaßen in den Kategorien Unfallschutz und Handhabung – ein Grund, auf Helme zu verzichten, ist das dennoch nicht.

Schutz trotz Mängel

Eine US-amerikanische Studie belegt, dass Kinder und Erwachsene, die bei einem Fahrradunfall einen Helm tragen, ein um 52 Prozent geringeres Risiko haben, ein schweres Hirntrauma zu erleiden; die Wahrscheinlichkeit, an den Unfallfolgen zu sterben, sinkt um 44 Prozent. Alle 17 in Österreich erhältlichen Testmodelle dämpften Aufprallkräfte spürbar ab und schützen damit vor schweren Kopfverletzungen – wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß.

Auch die beiden mit „weniger zufriedenstellend“ bewerteten Modelle Abus YouDrop und Melon Urban Active puffern Stöße zwar ausreichend, weisen jedoch Schwächen bei den seitlichen Riemen sowie beim Kinnriemen auf, die sich im Tragebereich lockern können. Im Ernstfall könnte der Helm bei einem Sturz verrutschen und seinen Schutz nicht mehr vollständig entfalten. Bei insgesamt sechs Modellen wurden Mängel an Riemen und Verschluss festgestellt, darüber hinaus bemängelte der VKI die teils unzureichende Sichtbarkeit einzelner Helme – einige seien bei Dunkelheit kaum zu erkennen.

Gefährliche Bremsen

Wie unverzichtbar ein Helm ist, verdeutlicht ein weiterer VKI-Test, der ebenfalls am Dienstag präsentiert wurde – diesmal zu Kinderfahrrädern: Mehrere junge Testpersonen stürzten infolge zu stark eingestellter Vorderbremsen über den Lenker. Verletzt wurde dabei niemand – die Helme verhinderten Schlimmeres.

Von elf getesteten 14-Zoll-Fahrrädern für Drei- bis Fünfjährige erhielt lediglich eines die Bewertung „gut“. Fünf Räder wurden wegen problematischer Bremsen als „nicht zufriedenstellend“ eingestuft, die übrigen als „durchschnittlich“. Unter den geprüften Marken fanden sich Bulls, Cube, Decathlon, Puky und Woom, die Preise lagen zwischen 115 und 533 Euro.

Bei vier Modellen – jenen von Academy, Bachtenkirch, Bikestar und Cube – seien „die Vorderbremsen gefährlich stark“, berichtete der VKI. Ein weiteres Fahrrad der Marke Dino Bikes fiel wegen einer zu schwachen Hinterbremse durch; beim Belastungstest brach zudem der Gabelschaft.

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KO KOSMO-Redaktion
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