Ein außergewöhnlicher Vorfall ereignete sich in einem Mietshaus in der Linzer Innenstadt, bei dem eine langjährige Bewohnerin plötzlich vor einem leeren Keller stand.
Hilde H., die seit fünf Jahrzehnten dort lebt, war schockiert: Ihr persönlicher Kellerraum war vollständig geräumt. Was zuerst wie ein Einbruch wirkte, entpuppte sich als schwerwiegender Fehler.

Klärung der Angelegenheit
Die 69-jährige Hilde H. lebt seit 50 Jahren in ihrer Altstadtwohnung. Doch im Juni 2022 entdeckte sie, dass ihr Keller plötzlich leer war und gesäubert. „Ich bin eines Tages heruntergegangen, und nichts war mehr da. Ich hab’ sofort die Polizei verständigt, weil ich im ersten Moment gedacht hatte, dass Einbrecher am Werk waren. Aber die räumen ja normalerweise nicht auf“, erklärt Frau H.
Die Polizei war gleichermaßen verblüfft von dem Vorfall. Nach einer Untersuchung stellte sich heraus, dass nicht Einbrecher, sondern die Hausverwaltung für die Situation verantwortlich war. Ein Fehler bei der Kennzeichnung der Kellerräume führte dazu, dass Hilde H.s Keller versehentlich einem neu eingezogenen Mieter zugewiesen wurde: „Das Problem war, dass unsere Keller nicht dieselbe Nummer haben, wie unsere Wohnungen. Nun ist jemand neu eingezogen, und den Mietern wurde einfach mein Keller zugeordnet.“
Kampf um Entschädigung
Obwohl die Hausverwaltung den Fehler einräumte, wartet Hilde H. bis heute auf eine Entschädigung. Ihr wird nahegelegt, Rechnungen für den Inhalt des Kellers einzureichen, doch diese fehlen ihr: „Vieles war noch von meinem verstorbenen Mann“. Diesen hatte sie zwei Jahre zuvor durch Corona verloren.
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Seitens der Hausverwaltung zeigt man Verständnis: „Da ist ein Fehler passiert, es tut uns leid“, äußerte ein Sprecher auf Nachfrage der „Krone“. Man beabsichtigt, den Kontakt mit Frau H. erneut aufzunehmen, um den Vorfall zu klären.