Österreichs Energiebilanz zeigt überraschende Trends: Während der Stromverbrauch moderat steigt, schnellt der Gaskonsum um 22 Prozent nach oben – bei gleichzeitig sinkender Eigenproduktion.
Der Energieverbrauch in Österreich verzeichnete im Oktober einen markanten Anstieg. Die Stromabgabe an Endkunden wuchs im Jahresvergleich um 4,5 Prozent auf 5,69 Terawattstunden (TWh). Noch deutlicher fiel die Entwicklung beim Gasverbrauch aus, der laut E-Control um 22 Prozent auf 6,95 TWh anstieg. Gleichzeitig sank die inländische Stromerzeugung um 16,6 Prozent auf 6,10 TWh – hauptsächlich bedingt durch die im Vergleich zum Rekordmonat Oktober 2024 erheblich geringere Wasserverfügbarkeit.
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Wasserkraft-Rückgang
Die Wasserkraft verzeichnete einen Rückgang des Erzeugungskoeffizienten von 1,54 auf 0,85. Dies führte zu einer Produktionsminderung von 42,1 Prozent bei Laufkraftwerken und 44,3 Prozent bei Speicherkraftwerken. Andere Energieträger konnten hingegen Zuwächse verbuchen: Wärmekraftwerke steigerten ihre Produktion um 45,5 Prozent, Windkraftanlagen um 33,9 Prozent und Photovoltaikanlagen schätzungsweise um 25,7 Prozent.
Ende Oktober waren landesweit 9.715 Megawatt (MW) an Photovoltaik- und 4.322 MW an Windkraftleistung installiert.
Veränderte Energieflüsse
Bei den grenzüberschreitenden Stromflüssen zeigte sich eine Verschiebung: Die Exporte sanken im Jahresvergleich um 23,1 Prozent, während die Importe mit 2,11 TWh um rund eine Terawattstunde oder 93,4 Prozent höher ausfielen als im Vorjahresmonat. Der Gasverbrauch österreichischer Endkunden lag mit 6,95 TWh um 22 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres.
Aus den heimischen Gasspeichern wurden im Oktober 4,7 TWh entnommen – eine Steigerung um drei TWh gegenüber dem Vorjahresmonat.
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