Wegen eines zu großen Koffers eskalierte die Situation am Flughafen Mallorca komplett. Ein Ryanair-Passagier rastete derart aus, dass ein Mitarbeiter blutüberströmt zusammenbrach.
Am Flughafen Palma de Mallorca kam es zu einem schockierenden Gewaltausbruch, als ein Passagier mit den strengen Handgepäckregeln von Ryanair konfrontiert wurde. Der Mann, der aus Südamerika stammt, rastete völlig aus, nachdem sein Koffer die Größenvorgaben überschritt und er zur Kasse gebeten wurde. In seiner Wut schlug er mehrfach auf einen Check-in-Mitarbeiter ein, wobei dieser mehrere Zähne verlor und eine aufgeplatzte Lippe davontrug. Der Angriff gipfelte in einer Kopfnuss, die den Angestellten blutüberströmt zusammenbrechen ließ.
Die Szene spielte sich beim Boarding des Fluges FR2062 von Mallorca nach Madrid ab. Während die Boeing 737 bereits abflugbereit am Gate stand, warteten die Passagiere in der Schlange auf ihre Abfertigung. Die irische Fluggesellschaft ist für ihre rigiden Gepäckkontrollen bekannt und verlangt bei Überschreitungen Nachzahlungen von bis zu 75 Euro.
Eskalation am Gate
Laut dem Portal „OK Diario“ entwickelte sich der Konflikt zunächst als verbale Auseinandersetzung. Der südamerikanische Reisende und der Airline-Mitarbeiter gerieten in einen heftigen Wortwechsel über die Gepäckbestimmungen, wobei jeder dem anderen die Schuld zuschob. Die Situation eskalierte binnen Augenblicken, als der Passagier zur Gewalt griff.
Mehrere Augenzeugen bestätigten gegenüber „OK Diario“ den brutalen Hergang. Demnach schlug der aufgebrachte Fluggast wiederholt mit der Faust auf den Ryanair-Angestellten ein. Das Opfer erlitt neben dem Verlust mehrerer Zähne auch eine klaffende Wunde an der Lippe. Der Höhepunkt der Attacke war eine Kopfnuss, nach der der Mitarbeiter blutend zu Boden ging. Der ebenfalls blutende Angreifer wurde bis zum Eintreffen der Guardia Civil festgehalten und anschließend von den Beamten abgeführt.
Ryanairs Gepäckpolitik
Nach dem blutigen Zwischenfall konnte die Maschine nach Madrid erst mit erheblicher Verzögerung von mehr als zweieinhalb Stunden abheben. Der festgenommene Passagier durfte nicht an Bord gehen.
Die Mallorca-Zeitung berichtet, dass Ryanair am Flughafen der Baleareninsel wegen seiner akribischen Handgepäckkontrollen seit geraumer Zeit in der Kritik steht. Besonders brisant: Die Angestellten erhalten finanzielle Anreize für jedes Gepäckstück, das sie als zu groß identifizieren. Gegenüber „OK Diario“ bestätigten Polizei und Sicherheitspersonal, dass es an den Gates der Billigfluglinie täglich zu Auseinandersetzungen kommt.