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Putzmittel

Gift im Wienfluss: Chemikalien vernichten Fischbestände

Gift im Wienfluss: Chemikalien vernichten Fischbestände
(FOTO: wikimedia/Werckmeister)
2 Min. Lesezeit |

Die Fischbestände im Wienfluss wurden durch die Einleitung von Chemikalien aus einem Betrieb in Niederösterreich vernichtet. Die Stadt, die diese zunächst bezweifelte, hat nun traurige Gewissheit. Die Ermittlungen, die von der Landespolizeidirektion Niederösterreich geleitet werden, haben ergeben, dass nicht-ionische Tenside, die sich in Putzmitteln finden, in den Fluss geleitet wurden.

Wie schlimm das Ausmaß der Schäden wirklich ist und bis wann sich der Fluss erholen wird, steht noch in den Sternen. Nach Angaben von Gerald Löw, Leiter der MA 45, die für die Wiener Gewässer zuständig ist, werde man „ein paar Monate, vielleicht sogar bis nächstes Jahr“ warten müssen, um dies abschätzen zu können. Den Ausblick auf die Zukunft des Flusses kommentiert er mit den Worten: „Entweder steckt die Natur den Chemie-Angriff aus eigener Kraft weg, oder der Fluss muss gesund gepflegt werden.“

Verseuchtes Gelände

Die MA 45 prüft verschiedene Maßnahmen, um den Fluss zu unterstützen. Dies könnten unter anderem bauliche Maßnahmen sein, die attraktive Futtermöglichkeiten für Fische schaffen. Sollte die Situation allerdings weiter eskalieren, „müsse schlimmstenfalls verseuchtes Gelände abgegraben werden“, so Löw. Trotz der schlimmen Lage hat er jedoch auch eine beruhigende Nachricht: „Die Füße abzukühlen oder seinen Hund aus dem Fluss trinken zu lassen sei unbedenklich.“

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Die Ermittlungen einschließlich weiterer Gutachten zur Auswirkungen auf den Fischbestand und zur Gewässergüte sind indes noch ausständig. Es bleibt weiterhin unklar, ob die Einleitung der Chemikalien auf ein technisches Gebrechen, Fahrlässigkeit oder gar Vorsatz zurückzuführen ist. Die Stadt hofft, dass das Leben dennoch nächstes Jahr in die Gewässer zurückkehrt.

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KO KOSMO-Redaktion
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