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Medienwende

Goldener Bruch: Oscars flüchten nach 100 Jahren aus dem TV

Goldener Bruch: Oscars flüchten nach 100 Jahren aus dem TV
Foto: epa/PAUL BUCK
2 Min. Lesezeit |

Die Oscar-Akademie beendet ihre langjährige Kooperation mit dem US-Sender ABC. Ab 2029 werden die prestigeträchtigen Filmpreise ausschließlich auf YouTube zu sehen sein. Diese Neuausrichtung stellt einen markanten Einschnitt in der Präsentationsform der Veranstaltung dar.

Der bestehende Vertrag mit ABC läuft 2028 aus, wodurch die 100. Oscar-Verleihung den Abschluss der Fernsehära markieren wird.

In einer offiziellen Mitteilung kündigten Bill Kramer und Lynette Howell Taylor, die Führungsspitze der Oscar-Akademie, eine „facettenreiche globale Partnerschaft mit YouTube“ an. Sie betonten, dass die Videoplattform künftig „die Heimat der Oscars und unseres ganzjährigen Akademie-Programm sein“ werde. Der Wechsel zu YouTube gilt als strategischer Schritt, um eine weltweite Zuschauerschaft zu erreichen und den gewandelten Mediengewohnheiten Rechnung zu tragen.

Sinkende TV-Quoten

Die Oscars, als begehrteste Auszeichnungen der Filmbranche, finden traditionell in einem Hollywoodtheater in Los Angeles statt. Noch vor zehn Jahren verfolgten regelmäßig über 40 Millionen Zuschauer die Zeremonie im Fernsehen. Während der Pandemie brach diese Zahl auf 10,4 Millionen ein.

Bei der letzten Preisverleihung schalteten wieder 19,7 Millionen Menschen ein, wobei neben der ABC-Übertragung erstmals auch ein Stream bei Hulu angeboten wurde. Sowohl ABC als auch Hulu sind Teil des Disney-Konzerns.

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Digitaler Wandel

Der Kurswechsel der Oscar-Akademie verdeutlicht den generellen Wandel im Medienkonsum, der durch Digitalisierung und Pandemie vorangetrieben wurde. Klassische TV-Sender verlieren zunehmend an Relevanz, während digitale Plattformen aufsteigen. Mit diesem Schritt zielt die Oscar-Akademie darauf ab, ihr Publikum zu verjüngen und international zu erweitern.

Mit diesem Schritt zielt die Oscar-Akademie darauf ab, ihr Publikum zu verjüngen und international zu erweitern.

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KO KOSMO-Redaktion
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