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INTERVIEW

Gordan Kičić: „Was ich kann, das mache ich auch!“

Gordan Kičić: „Was ich kann, das mache ich auch!“
Trotz der immer größeren Zahl an Klatschmedien, die sich nur für das Privatleben bekannter Persönlichkeiten interessieren, behält Gordan sein Privatleben für sich. (FOTO: Dimitrije Joković)
8 Min. Lesezeit |

Ist es für die heutigen Generationen schwerer, ihre „Riesen“ im Fernsehen zu finden?
Ich glaube, dass das Fernsehen in keiner Hinsicht zur Bildung beiträgt, denn es gibt nicht genügend Bildungsprogramme. Die Menschen sind heute ziemlich übersättigt, nicht nur vom Fernsehen, sondern auch von ihren Telefonen und den Dingen, die in den sozialen Netzwerken angeboten werden, wo jede Information gleich wichtig ist. Wenn es irgendeinen Filter für Informationen gäbe, wäre es für die Menschen vielleicht einfacher, aber es ist eine persönliche Entscheidung, was Sie sich anschauen und was Sie interessiert.

Wie fühlen Sie sich in der Rolle des Moderators der Sendung „Verrückte Nacht“ und könnten Sie sich vorstellen, so ein Reality Programm wirklich zu leiten?
Darüber habe ich noch nicht wirklich nachgedacht, aber ich glaube, ich könnte kein Reality Programm leiten. Ansonsten fühle ich mich in der Rolle des Moderators hervorragend! Was konkret die „Verrückte Nacht“ betrifft, ist das eine schauspielerische Aufgabe mit viel Musik, Gesang und Choreografie. Wir vier Moderatoren haben uns die Ansage und die Moderation der Sendung geteilt, sodass der Fokus nicht allein auf einer Person lag, und ich glaube, dass wir für die Aufnahmen eine gute Energie geschaffen haben.

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Welches ist Ihrer Meinung nach die wichtigste Botschaft des Films „Die Zwerge von der Titelseite“?
Ich glaube, dass der Film das Thema sehr gut bearbeitet hat und dass die Zuschauer da wirklich ein umfassenderes Bild der Situation selbst und auch der Charaktere, d.h. der Teilnehmer von Reality Programmen gewinnen können, von ihren Wünschen, Begehrlichkeiten, Träumen… Ich würde nicht sagen, dass der Filme eine dezidierte Botschaft enthält, aber er bildet auf jeden Fall eine Art Kommentar.

Überwiegend sehen wir Sie in Komödien, aber Sie hatten auch einige Rollen, in denen Sie negative Figuren gespielt haben. Welche Rollen geben Ihnen mehr?
Jeder gute Text und jede gute Rolle sind eine Herausforderung. Es freut mich, dass ich die Chance hatte, mich in verschiedenen Genres auszuprobieren. Ich finde, es ist eine große Herausforderung und Freude für einen Schauspieler, wenn er es schafft, nicht in einer Schablone zu enden, sondern sich und das Publikum mit seinen Rollen zu überraschen. Die Schauspielerei ist eine merkwürdige Sache. Wenn Sie sich gut fühlen, ist das manchmal gar nicht so gut. Ich habe meine Rollen nie nach dem Genre beurteilt, ich habe sie nicht ausgewählt, sondern ich habe immer zuerst das Drehbuch ganz gelesen und mir überlegt, wie ich da hineinpasse und was ich zu der allgemeinen Idee und zum ganzen Drehbuch beitragen könnte. Ich gehe offenen Herzens an jede Rolle heran und will mein Bestes geben, mich in etwas Neuem erproben und irgendwo hingehen, wo ich noch nie gewesen bin.

Der neue Film „Die Zwerge von den Titelseiten“ bildet eine Art Kommentar zu Reality Shows, aus dem jeder seine eigenen Schlüsse ziehen muss. (FOTO: Dimitrije Joković)

Welche Figuren, d.h. welche Rollen möchten Sie gerne spielen, zu denen Sie noch nie die Gelegenheit hatten?
Ich würde vielleicht gerne einmal in einem Horrorfilm spielen. Ich mag dieses Genre, aber bei uns werden solche Filme leider nicht gedreht.

Wer ist Gordan privat? Wie sehr unterscheiden sich Ihre Rollen von Ihnen?
Privat bin ich ganz anders. Ich habe nicht das Bedürfnis, mich, meine Persönlichkeit, in den Vordergrund zu drängen. Ich glaube, dass ich mich meinem Publikum ausschließlich über meine Rollen präsentiere.

Bühne, Fernsehen oder Film?
Ich glaube, es ist eine große Freude und ein Glück, dass ich Gelegenheit hatte, für alle drei Medien zu arbeiten. Alle drei haben mir viel Freude gemacht und ich könnte mich nicht für eines von ihnen entscheiden. In Serbien habe wir diese Unterscheidung nicht, so wie im Ausland, wo Schauspieler ausschließlich auf der Bühne oder im Film spielen. Wir arbeiten in allen Disziplinen.

Was ist Ihr Lebensmotto, das Sie antreibt?
Was ich muss, das will ich; was ich will, das kann ich; und was ich kann, das mache ich auch.

Autorin: Dušica Pavlović

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KO KOSMO-Redaktion
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