Start Politik Grabar-Kitarović: Rechtsextreme Präsenz in Kroatien sei „Ausnahme, nicht die Regel“
KROATIEN

Grabar-Kitarović: Rechtsextreme Präsenz in Kroatien sei „Ausnahme, nicht die Regel“

Grabar-Kitarović Kroatien
(Foto: zVg.)

Kolinda Grabar-Kitarović ist derzeit die beliebteste Politikerin in Kroatien. Obwohl die WM Euphorie im Land nachlässt, wird die kroatische Präsidentin nach wie vor von der Mehrheit der Bevölkerung unterstützt.

Die kroatische Präsidentin war der unerwartete Star des Fußball-Weltcups. Grabar-Kitarović wusste die Gunst der Stunde zu nutzen, um sich sowohl auf internationaler als auch auf nationaler Ebene große Beliebtheit zu verschaffen. Medien beschuldigen sie den kroatischen Nationalismus zu tolerieren, der während der Fußballmeisterschaft seinen Höhepunkt erreichte.

In einem Interview mit dem britischen „Guardian“ betonte sie, dass die extreme Rechte in ihrem Land marginal sei und verteidigte ihre herzliche Beziehung zum russischen Präsidenten Waldimir Putin. Des Weiteren sagte sie, dass rechtsextreme Figuren in Kroatien „die Ausnahme, nicht die Regel“ seien. Dass ein Politiker wie Branimir Glavaš, der derzeit als Kriegsverbrecher angeklagt wird, im Parlament sitzt, zeigt jedoch ein anderes Bild. Zu „einzelnen Personen“ wollte sich Grabar-Kitarović nicht äußern. Sie war führendes Mitglied der Kroatischen Demokratischen Union (HDZ), einer nationalkonservativen Partei, bevor sie zur Präsidentin ernannt wurde.

Die kroatische Willkommenskultur
In Interviews hebt Grabar-Kitarović hevor, dass Kroatien Flüchtlinge während der Migrationskrise 2015 willkommen geheißen hat. „Es gibt immer Ausnahmen in jeder Gesellschaft. In Kroatien gibt es keine fremdenfeindlichen Reaktionen auf Neuankömmlinge oder Migranten. Es gibt keine Bedrohung der Demokratie oder Menschenrechte. Wir sollten uns auf den Mainstream der Gesellschaft konzentrieren, der Kroatien zu dem macht, was es heute ist“, so Grabar-Kitarović.

Ihre Allianzen weisen jedoch daraufhin, dass die kroatische Präsidentin andere Wege beschreiten möchte. Beispielsweise nahm der kontroverse Sänger Thompson an der Willkommensparty der kroatischen Nationalelf teil. International sorgte sein Auftritt für viel Wirbel. Grabar-Kitarović sagte in einem Interview, dass sie Thompsons Musik liebt und wies Vorwürfe zurück, dass sein Auftritt die Feierlichkeiten überschattet hätten.

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