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EU SCHALTETE SICH EIN

Grenzstreit am Kosovo beendet: Das ist der Kompromiss zwischen Belgrad und Pristina

(FOTO: Instagram)

Der serbische Präsident Aleksandar Vučić verlautbarte nach dem gestrigen Treffen mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, dass Serbien habe einen Kompromissvorschlag bezüglich der Situation am Kosovo akzeptiert habe.

Mehr als eine Woche blockierten kosovarische Serben die Grenzübergänge Jarinje und Brnjak. Der Grund war ein Kennzeichenstreit, bzw. die Tatsache, dass die kosovarischen Behörden serbische Nummernschilder nicht akzeptierten und den Lenkern hohe Gebühren aufbrummten. (KOSMO berichtete).

Vučić und von der Leyen vereinbarten, dass sich die kosovarische Polizei ROSU am 2. Oktober um 16.00 Uhr von den Grenzübergängen zurückziehen werde. Die NATO-geführte KFOR wird noch etwa zwei Wochen die Situation vor Ort überwachen.

Wie sieht der Kompromiss aus?
Laut dem serbischen Präsidenten werde eine Übergangslösung in Form von „Aufklebern“ eingeführt werden. Früher oder später soll es eine dauerhafte Maßnahme geben. Vučić wies heute darauf hin, dass Belgrad niemals Gespräche konditioniert. Der Dialog unter der Schirmherrschaft der EU sei für Serbien etwas Grundlegendes, dem sich das Land verpflichtet habe.

„Deshalb ist es für uns von großem Interesse, auf jede erdenkliche Weise zu versuchen, die Wirtschaft voranzutreiben, an der Rechtsstaatlichkeit und, was für die EU wichtig ist, an der Lösung der Beziehungen zu Pristina zu arbeiten. Wir werden kein EU-Mitglied bis wir die Situation mit Pristina nicht gelöst haben”, fügte Vučić hinzu.

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